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ARD-DeutschlandTrend: Ansehen der USA sinkt nach Angriff auf Tiefstand

Die Intervention der USA in Venezuela am vergangenen Wochenende wird von den Deutschen mehrheitlich kritisch gesehen: 72 Prozent bewerten den Angriff der USA auf Venezuela und die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro als nicht gerechtfertigt; 12 Prozent finden das Vorgehen gerechtfertigt, weitere 16 Prozent wissen es nicht oder machen keine Angaben dazu.
Geteiltes Stimmungsbild zu gewünschter Reaktion
Über die Bewertung des US-Vorgehens herrscht also große Einigkeit unter den Deutschen. Über die richtige Reaktion gehen die Meinungen dagegen auseinander. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes als "komplex", wofür die Bundesregierung sich Zeit nehmen wolle. Der Kanzler ergänzte, dass grundsätzlich im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten müssten.
Für diese eher verhaltene Reaktion äußern 39 Prozent der Deutschen Verständnis. Sie meinen: Deutschland und die EU sollten eher zurückhaltend sein, um Präsident Donald Trump nicht zu provozieren. Hingegen fordern 50 Prozent: Deutschland und die EU sollten sich deutlich gegen das Vorgehen der USA aussprechen, auch wenn das Trump verärgern könnte.
In dieser Frage zeigen sich die größten Unterschiede in der Bewertung zwischen AfD-Anhängern und den anderen Partei-Anhängern. Mehrheitliche Zustimmung für eine zurückhaltende Reaktion äußern einzig die Anhänger der AfD (58 Prozent). Die Unions-Anhänger sind am unentschiedensten: 45 Prozent wollen Trump nicht verärgern; 48 Prozent würden das mit einem deutlichen Statement in Kauf nehmen.
Bei Anhängern aus dem linken Parteienspektrum ist das Meinungsbild am eindeutigsten: Eine deutliche Ansprache gegenüber den USA wollen 69 Prozent der SPD-Anhänger und jeweils 78 Prozent der Grünen- und Linken-Anhänger.
Ansehen der USA auf Tiefstand
Mit dieser Bewertung rangieren die USA fast auf Augenhöhe mit Russland. Dieses Land bewerten nur noch 9 Prozent der Deutschen als einen Partner, dem man vertrauen kann. Zum Vergleich: Über Frankreich sagen das 78 Prozent, über Großbritannien 74 Prozent. Die Ukraine liegt zwischen diesen Polen: 40 Prozent halten sie für vertrauenswürdig; 48 Prozent eher nicht.
Große Sorgen um Sicherheit
Vor knapp einem Jahr, kurz nach Beginn der zweiten Amtszeit Trumps, waren die Sorgen der Bürger um die Entwicklung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses und der Sicherheit auf dem Kontinent zwar noch etwas größer als aktuell. Damals hatte Trump Zweifel an der NATO-Beistandspflicht geäußert, gar ein Austritt der USA aus der NATO stand im Raum.
Aber auch aktuell überwiegt der sorgenvolle Blick: Dass in der Weltpolitik zunehmend das Recht des Stärkeren gilt, sorgt 81 Prozent. 69 Prozent sorgen sich um die Sicherheit in Europa. Am stärksten ausgeprägt ist die Sorge bei AfD-Anhängern: 78 Prozent äußern sich entsprechend. Und: Frauen (76 Prozent) sind besorgter als Männer (62 Prozent).
Das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland bereitet 62 Prozent Sorge. Ebenso bestehen bei der Mehrheit (70 Prozent) weiterhin Zweifel an den USA als Schutzmacht innerhalb des NATO-Bündnisses. Angesichts dieser Sorgen unterstützt weiterhin gut die Hälfte der Bundesbürger (53 Prozent) die Idee eines von der NATO unabhängigeren europäischen Militärbündnisses, und zwar über das gesamte Wählerspektrum.
Negativer Blick auf deutsche Verhältnisse bleibt
Die Bundesregierung ist weiterhin innen- und außenpolitisch stark gefragt. Dabei sieht sie sich einer Bevölkerung gegenüber, die neben der weltpolitischen Lage auch die Verhältnisse in Deutschland sorgenvoll betrachtet: 84 Prozent (+1 zu Februar 2025) sehen darin weiterhin Anlass zur Beunruhigung, 13 Prozent (+1) blicken mit Zuversicht auf das Land.
Zwei Themen waren auf der Problem-Agenda der Deutschen im vergangenen Jahr am drängendsten: Wirtschaft und Migration. Beides hatte auch die Regierung als prioritär eingestuft; Kanzler Merz will sich jetzt verstärkt der Wirtschaftspolitik widmen, wie er Anfang des Jahres in einem Brief an die Unions- und SPD-Fraktion verlauten ließ.
Damit nimmt er einen Druckpunkt der Bürgerinnen und Bürger auf. Denn nur 20 Prozent schätzen die wirtschaftliche Lage in Deutschland als positiv ein. Dies ist ein leicht besserer Wert als vor einem Jahr (+4 zu Februar 2025). Die Mehrheit (79 Prozent) hat aber weiterhin einen negativen Blick auf die Wirtschaftslage.
Kontrolle der Zuwanderung wird besser bewertet
Die Anstrengungen werden von den Bürgern wahrgenommen: Die staatliche Steuerung der Zuwanderung wird deutlich milder bewertet als Anfang 2025: Jeder Dritte (32 Prozent) ist aktuell der Meinung, die Kontrolle darüber, welche und wie viele Zuwanderer nach Deutschland kommen, gelinge dem Staat sehr gut bzw. gut – das sind 23 Prozentpunkte mehr als im Januar 2025.
Aber die Kritik in dem Bereich überwiegt weiterhin: Wie Anfang 2025 hält eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger (61 Prozent) das Gelingen der Zuwanderungssteuerung momentan für weniger gut bzw. schlecht. In den Reihen der AfD-Anhängerschaft ist die Bewertung sogar faktisch unverändert.
Sonntagsfrage: wenig Bewegung
In der aktuellen Sonntagsfrage zeigt sich auch zu Jahresbeginn wenig Bewegung. Die Union verbessert sich zu Dezember um einen Punkt auf 28 Prozent. Die Unterstützung für die SPD gibt im gleichen Umfang nach und bewegt sich, wie zuletzt im vergangenen Sommer, bei 13 Prozent.
Wintersturm "Elli": Warnung vor "extremer Lage"

Schulen geschlossen, Verkehr eingeschränkt, Müll bleibt liegen - der Winter hat Deutschland fest im Griff. Schon jetzt sind die ersten Auswirkungen des angekündigten Sturmtiefs "Elli" zu spüren. Dabei kommt das Unwetter erst noch, sagen Meteorologen.
Schnee, Wind und Regen - es kann gefährlich werden
Am Freitag breiten sich die Schneefälle dann bis zur Elbe aus. "Das wird schon eine extreme Lage", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes DWD in Potsdam. In einem Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die zehn oder regional bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Für die Region von Ostfriesland bis Hamburg sowie große Teile Schleswig-Holsteins hat der DWD aktuell eine Unwetterwarnung (Stufe drei von vier) ausgesprochen.
Ausfälle und Verspätungen bei Bussen und Bahnen
In Hamburg gab es am Donnerstag Ausfälle und Beeinträchtigungen bei den S- und U-Bahnen sowie im Busverkehr, wie die Betreiber erklärten. Auch Strecken im Regionalverkehr der Bahn in Schleswig-Holstein und Niedersachsen waren teils betroffen. Im Fernverkehr wurden unter anderem zwischen Hamburg, Kiel, Rostock, Kopenhagen, Hannover und dem Ruhrgebiet Verbindungen gestrichen. Auf mehreren Schnellstrecken, darunter zwischen Berlin und Wolfsburg sowie Köln und Frankfurt am Main, wurde zudem die Geschwindigkeit gesenkt, was zu Verspätungen führen kann.
Für vorab gekaufte Bahntickets für Fernreisen zwischen Freitag und Sonntag hob die Bahn aufgrund der Witterungslage die Zugbindung auf. Reisende sollten sich vor Reisebeginn über die Lage informieren und auf nicht nötige Fahrten verzichteten, erklärte der Konzern weiter.
Einige Fähren von und zu den Ostfriesischen Inseln werden am Freitag voraussichtlich nicht fahren.
Unfälle auf glatten Straßen
Im Straßenverkehr gab es bereits zahlreiche Unfälle mit teilweise tödlichem Ausgang. Bei Gehrde in Niedersachsen starb am Donnerstagmorgen ein Autofahrer, als er nach Polizeiangaben auf einer glatten Bundesstraße die Kontrolle über seinen Wagen verlor und gegen einen Baum prallte. In Baden-Württemberg starb ein 86-Jähriger, nachdem er am Mittwoch in Villingendorf von einem abbiegenden Räumfahrzeug erfasst worden war.
In Hessen rief das Innenministerium dazu auf, am Freitag auf unnötige Auto- und Fahrradfahrten zu verzichten. Das Land sei voraussichtlich zwar weniger stark betroffen, trotzdem drohten witterungsbedingte Gefahren, erklärte Innenminister Roman Poseck (CDU). Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste bereiteten sich dementsprechend vor. In Köln warnte die Stadtverwaltung vor Astabbrüchen durch Sturm, Schnee und gefrierenden Regen. Wälder und Parks sollten gemieden werden.
Unterricht an Schulen fällt aus - Müllabfuhr kommt nicht
In Hamburg, Bremen, Teilen Schleswig-Holsteins sowie etlichen Landkreisen in Niedersachsen entschieden die Behörden, den Präsenzunterricht an Schulen am Freitag ausfallen zu lassen. Der Hamburger Senat und der Landesfeuerwehrverband in Schleswig-Holstein riefen die Menschen auf, am Freitag möglichst zu Hause zu bleiben und unnötige Wege zu vermeiden.
In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg war es Eltern nach Angaben der Landesregierungen freigestellt, ihre Kinder wegen der Witterung am Freitag zu Hause zu lassen. In Mecklenburg-Vorpommern sollte in zwei Kreisen zudem der Schülerverkehr mit Bussen am Freitag ausfallen. Die Schulen in den drei Bundesländern bleiben aber offen.
In Niedersachsen wird in vielen Regionen wegen des Wetters der Müll nicht abgeholt, weil Fahrzeuge der Entsorgungsbetriebe wegen glatter Straßen nicht überall durchkommen. Auch in Hamburg gibt es aufgrund von Schnee und Glätte derzeit teils Einschränkungen bei der Müllabfuhr.
CDU sagt Klausurtagung ab
Auch die Politik bleibt vom Schnee-Chaos nicht verschont. Der CDU-Vorstand hat seine Klausurtagung in Mainz wegen der Wetterwarnungen kurzfristig abgesagt. Man werde aber eine virtuelle Präsidiumssitzung abhalten, um einige Beschlüsse zu fassen, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch bei der CSU-Klausurtagung in Bayern.
Zu der CDU-Klausurtagung am Freitag und Samstag waren 350 Teilnehmer sowie rund 100 Medienvertreter erwartet worden. Die Partei wollte damit ins Wahljahr 2026 mit fünf Landtagswahlen starten. Unter anderem war geplant, eine "Mainzer Erklärung" zu verabschieden, in der es vor allem um die Ankurbelung der Wirtschaft geht.
Bundesliga-Spiele sollen stattfinden
Auf die Fußball-Bundesliga hat der erwartete Wintersturm bisher keine Auswirkungen. "Die DFL ist alarmiert. Aktuell finden aber alle Spiele statt", sagte ein Sprecher der Deutschen Fußball Liga auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Man schaue vor allem auf die Situation im Norden und bewerte die Situation täglich neu.
Schon jetzt gab es Aufrufe von Fanclubs, beim Schneeschippen zu helfen. Am Stadion von Union Berlin befreiten einige Fans die Wege und Einlasstore von Eis und Schnee, damit die Partie am Samstag gegen Mainz stattfinden kann.
Hilfe für Wohnungslose gefordert
Angesichts der eisigen Temperaturen warnen Sozialverbände vor dem Kältetod obdachloser Menschen. "Für Menschen, die auf der Straße leben, wird es mitunter lebensgefährlich", sagte Elke Ronneberger, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Städte und Gemeinden seien gefordert, mehr warme Orte bereitzustellen und zu finanzieren.
Es komme in diesen Tagen darauf an, dass niemand wegschaue, betonte die Landesverbandsvorsitzende des Paritätischen Niedersachsen, Kerstin Tack. "Jede Begegnung kann Leben retten: Menschen ansprechen, Hilfe anbieten und bei gesundheitlichen Warnzeichen sofort den Notruf wählen.“
Derzeit leben laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe bundesweit rund 56.000 Menschen auf der Straße.
Weitere Länder von Wintersturm betroffen
Auch in Großbritanniens und Frankreichs bereiten sich die Bewohner auf den schweren Wintersturm vor: Die Wetterdienste beider Länder warnten vor starkem Wind und heftigen Schneefällen. Der britische Wetterdienst Met Office gab für mehrere Regionen Unwetterwarnungen heraus. Vor allem in Wales und den englischen Midlands ist demnach mit erheblichem Schneefall zu rechnen. Auch im Süden Englands wird demnach viel Schnee erwartet. An den Küsten im Südwesten Englands drohen zudem Sturmböen von 95 bis 110 Kilometern pro Stunde.
Der französische Wetterdienst warnte vor Sturmböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde, insbesondere im Département Manche an der Küste des Ärmelkanals, wo die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen wurde. Die Präfektur rief die Menschen auf, zu Hause zu bleiben und nicht mit dem Auto zu fahren. In der Region kommt es auch zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
Abschluss von CSU-Klausur: Ein bissl deftiger

Bei ihrer Klausurtagung im Kloster Seeon präsentierte die CSU ihre Pläne für das neue Jahr. Viele Forderungen dürften die SPD jedoch verärgern - und Kanzler Merz in Schwierigkeiten bringen.
Es ist idyllisch, kalt und eine Machtinszenierung: Die CSU-Klausur in Kloster Seeon im tief verschneiten Oberbayern hat politisch gezeigt, was CSU pur ist. Alles ist ein bissl deftiger, als es die Koalition im fernen Berlin verträgt, und es ist wirtschaftspolitisch ein "Pack ma's", allerdings bitte nach Markus Söders Drehbuch.
Selten hat man aus dem tiefsten Bayern so viel Lob für einen Kanzler gehört. Wie eine Monstranz trägt Söder vor sich her, wie gut Friedrich Merz seinen Job mache. Ohne ihn wäre Deutschland schlechter dran, Merz habe Europa geeint und dafür gesorgt, dass US-Präsident Donald Trump Deutschland überhaupt noch zuhöre. Söder gibt sich Anfang 2026 zahm, solidarisch, loyal.
Auf Konfrontationskurs mit der Koalition
Zugleich betont die CSU, was sie 2026 alles durchsetzen will. Und es scheint ihr einigermaßen egal zu sein, dass es im fernen Berlin noch einen Koalitionspartner, nämlich die SPD, gibt. Viele CSU-Forderungen - von einer Abschaffung des Solis und Steuersenkungen vor allem für Unternehmen, bis zu weiter verschärften Migrationsregeln - laufen quer zur SPD-Linie, und es muss der CSU klar sein, dass sie Merz damit in eine äußerst schwierige Situation bringt.
Denn am Ende muss der Kanzler diese Koalition zusammenhalten, die Söder selbst mal die letzte "Patrone der Demokratie" genannt hat. Dies ist mit den Ergebnissen von Seeon noch mal schwieriger geworden als 2025. Das weiß Söder natürlich. In Seeon sagt er: "Manches wird wehtun." Vielleicht meint er damit nicht nur, dass die Menschen wohl alle länger arbeiten müssen und dass Krankschreibungen stärker reguliert werden sollen. Vielleicht meint er damit auch die zukünftigen Diskussionen in der schwarz-roten Koalition in Berlin.
Der Chef der CSU-Landesgruppe und Organisator der Klausurtagung in Kloster Seeon, Alexander Hoffmann, macht es konkreter und nennt die Steuerreform, wie sie die SPD will, "leistungsfeindlich". Ganz im Gegensatz zu dem, was die CSU steuerlich ändern will, dies sei "leistungsfördernd".
Was die CSU durchsetzen will
Die CSU nutzt ihren Jahresauftakt, um sich als treibende Kraft für eine härtere Abschiebepolitik zu profilieren, für einen wirtschaftsliberalen Reformkurs, gepaart mit Einschnitten im Sozialstaat, von Söder "Agenda 3.0" genannt.
Im idyllischen Kloster präsentiert man sich als die Wirtschaftspartei, alles soll dem wirtschaftlichen Erfolg untergeordnet werden: Die Reduzierung der Unternehmenssteuer soll am besten schon ab dem 1. Januar 2026 rückwirkend gelten, auf jeden Fall ab dem 1. Juli. Man will eine Senkung der Stromsteuer und eine Erbschaftssteuer, die es möglich macht, dass Unternehmen ohne Abschläge an die nächste Generation übergeben werden können. Das alles soll Wählerinnen und Wählern zeigen: So sähe CSU pur aus.
Sachsen-Anhalt: Haseloff will schon im Januar aufhören

Reiner Haseloff will als Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt Ende Januar aufhören. Nachfolger soll demnach Wirtschaftsminister Sven Schulze werden.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will nach MDR-Informationen sein Amt Ende Januar aufgeben. Sein Nachfolger soll Wirtschaftsminister Sven Schulze (ebenfalls CDU) werden. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" (€) berichtet.
Demnach will sich Schulze Ende des Monats vom Landtag zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Schulze erklärte auf Nachfrage von MDR SACHSEN-ANHALT: "Ich kann den Bericht nicht bestätigten. Und werde zum jetzigen Zeitpunkt mich nicht dazu äußern." Laut dpa laufen die Gespräche zwischen Haseloff und Schulze dazu schon seit zwei Monaten. Nach Angaben der Agentur ist Haseloff zu dem Wechsel nur bereit, wenn die Koalition fortgeführt und der Koalitionsvertrag übernommen wird.
Dienstältester Ministerpräsident in Deutschland
Am kommenden Montag sollen sich die Parteispitzen der drei Koalitionsparteien CDU, SPD und FDP treffen. Dort soll über das weitere Vorgehen gesprochen werden. Haseloff wünscht sich demnach, dass die Parteien schriftlich zustimmen. Von der SPD hieß es auf Nachfrage von MDR SACHSEN-ANHALT, man nehme die Berichte zur Kenntnis.
Es handele sich um einen internen Prozess der CDU. Ein möglicher Wechsel im Amt sei mit den Koalitionspartnern zu klären. FDP-Landeschefin und Digitalministerin Lydia Hüskens erklärte, die CDU stelle den Ministerpräsidenten und müsse entsprechend agieren. Danach könne sich die FDP damit befassen.
AfD: Haseloff kann Wahlversprechen nicht halten
Der AfD-Landesvorsitzende in Sachsen-Anhalt, Martin Reichardt, warf der CDU vor, Wahlversprechen nicht zu halten. Es sei noch gar nicht lange her, dass Haseloff den Wählern versprochen habe, die vollständige Legislaturperiode Ministerpräsident zu bleiben. Reichardt warf der CDU-Spitze "wildes und aufgescheuchtes Verhalten" vor.
Haseloff ist seit 2011 Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt und damit der dienstälteste in Deutschland. Im vergangenen Jahr hatte er angekündigt, bei der Landtagswahl 2026 nicht wieder antreten zu wollen und Schulze als Nachfolger vorgeschlagen.
Treffen in Brüssel: EU stimmt über Mercosur-Deal ab - Paris bekräftigt Nein

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungsdauer soll heute in Brüssel das Mercosur-Abkommen besiegelt werden. Paris will dem Deal nicht zustimmen - wegen Risiken für die Landwirtschaft. Die erforderliche Mehrheit dürfte dennoch zustandekommen.
In Brüssel soll heute der Weg für den Abschluss des Mercosur-Deals freigemacht werden - dem EU-Freihandelsabkommen mit den vier südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Dazu kommen Botschafter der 27 Mitgliedsstaaten zusammen.
Das Abkommen soll die größte Freihandelszone der Welt schaffen. In der kommenden Woche will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Paraguay reisen, um den Deal zu unterzeichnen.
Ursprünglich war der Schritt bereits für Dezember geplant. Bei mehreren EU-Staaten stieß das Abkommen jedoch auf Widerstand. Insbesondere Italien, Frankreich und Polen befürchteten Nachteile für ihre heimischen Bauern.
Erforderliche Mehrheit erwartet
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte an, dass sein Land dem Deal nicht zustimmen werde - auch wenn er grundsätzlich für internationalen Handel sei. Trotz unbestreitbarer Fortschritte und Nachbesserungen müsse festgestellt werden, dass das Abkommen in Frankreich politisch einstimmig abgelehnt wird, wie die jüngsten Debatten in der Nationalversammlung und im Senat deutlich gezeigt hätten, erklärte Macron.
Dennoch wird erwartet, dass die für den Deal notwendige qualifizierte Mehrheit zustande kommt. Sie erfordert, dass im Rat der Mitgliedstaaten 15 der 27 EU-Staaten zustimmen, und diese zusammen mindestens 65 Prozent der Gesamtbevölkerung der EU ausmachen.
Internetzugang eingeschränkt: Proteste im Iran erreichen neuen Höhepunkt

Tränengas, vermummte Demonstranten und brennende Fahrzeuge: Im Iran haben die Proteste eine neue Eskalationsstufe erreicht. Zuvor hatten die Behörden Berichten zufolge den Internetzugang für die Bevölkerung massiv eingeschränkt.
Im Iran haben in der Nacht zu Freitag die größten Demonstrationen seit Beginn der jüngsten Protestwelle stattgefunden - das zeigen Bilder in sozialen Netzwerken. In der Hauptstadt Teheran kamen zahlreiche Menschen zusammen. Auf weiteren Bildern war eine protestierende Menschenmenge in der westiranischen Großstadt Abadan zu sehen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Augenzeugen berichteten von Sicherheitskräften, die mit Tränengas gegen vermummte Demonstranten vorgingen. Videos von Aktivisten zeigten brennende Fahrzeuge.
Proteste seit zwölf Tagen
Auch aus weiteren iranischen Städten, darunter Täbris im Norden des Landes und dem religiösen Zentrum Maschhad, übertrugen persischsprachige Exilsender Aufnahmen erheblicher Proteste. Maschhad beherbergt einen der bedeutendsten Schreine des schiitischen Islam.
In Täbris riefen Menschen laut Aufnahmen in Onlinenetzwerken unter Bezugnahme auf den Schah-Sohn "Lang lebe Pahlavi". Die Demonstranten riefen wiederholt Parolen, die einen Sturz der islamischen Republik forderten, darunter "Pahlavi wird zurückkehren" - unter Bezugnahme auf Reza Pahlavi, den Sohn des 1979 im Zuge der islamischen Revolution gestürzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi.
Die Proteste dauern seit mittlerweile zwölf Tagen an. Sie hatten sich am Zorn über die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage entzündet. Seit Beginn der Protestwelle am 28. Dezember gab es Versammlungen in mindestens 50 Ortschaften und Städten vor allem im Westen des Landes.
Fast vollständiger "Internet-Blackout"
Die in London ansässige Organisation NetBlocks teilte am Donnerstag zudem mit, die iranischen Behörden hätten das Internet gesperrt, das Land befinde sich inzwischen in einem "fast vollständigen landesweiten Internet-Blackout". Der in der iranischen Exil-Opposition aktive Schah-Sohn Pahlavi hatte zuvor angekündigt, die Führung in Teheran sei "zutiefst verängstigt" und werde das Internet kappen. Er hatte für Donnerstagabend zu weiteren Protesten aufgerufen.
Die Internetsperre erinnert an das Vorgehen des Staates vor rund sechs Jahren: Damals protestierten vor allem Menschen wegen steigender Benzinpreise. Der Staat verhängte eine fast einwöchige Sperre, während der Schätzungen von Menschenrechtlern zufolge Hunderte Demonstrierende getötet wurden.
Trump droht erneut Staatsführung
US-Präsident Donald Trump wiederholte angesichts der jüngsten Protestwelle seine bereits zuvor geäußerten Drohungen gegen die Führung in Teheran. "Ich habe ihnen klargemacht, dass wir hart durchgreifen werden, wenn sie anfangen, Menschen zu töten, was sie bei ihren Unruhen - und sie haben viele Unruhen - häufig tun", sagte Trump in einem Interview mit dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt.
Seit Beginn der Proteste wurden nach jüngsten Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen mindestens 45 Demonstranten getötet, darunter acht Minderjährige. Iranische Behörden und Medien meldeten bislang 21 Tote, darunter auch Sicherheitskräfte.
Hunderttausende Menschen betroffen: Massive Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur

Russische Raketenangriffe haben die Energieinfrastruktur in der Ukraine hart getroffen. Mehrere Regionen waren nach ukrainischen Angaben fast komplett von der Stromversorgung getrennt.
Die russische Armee versucht, das wichtige südukrainische Industriegebiet am Dnipro systematisch lahmzulegen. In der Nacht auf Donnerstag hat es schwere Raketenangriffe gegeben, unter anderem auf die Geburtsstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Krywyj Rih.
Die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja waren dadurch nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums fast komplett von der Stromversorgung getrennt. Ausfälle gab es auch bei der Wärmeversorgung. Hunderttausende Zivilisten waren betroffen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die russischen Bombardements. In sozialen Medien schrieb Selenskyj, für solche Angriffe auf den Energiesektor, die die Menschen im Winter ohne Strom und Wärme ließen, gebe es keine militärischen Gründe.
Medienberichte: zahlreiche Verletzte
"Die verdammten Mistkerle haben zwei ballistische Iskander-Raketen auf Mehrfamilienhäuser abgefeuert", schrieb der Bürgermeister von Krywyj Rih auf Telegram. Es gebe Opfer, teilte er ohne nähere Angaben mit. Medienberichte gingen von zahlreichen Verletzten aus. Unabhängige Bestätigungen für den Einsatz der Boden-Boden-Rakete "Iskander" gab es nicht.
Im vierten Kriegswinter hat Russland seine Angriffe auf das ukrainische Energiesystem in den vergangenen Wochen wieder verschärft. Die Temperaturen sollen in der Ukraine ab Freitag fast überall unter den Gefrierpunkt sinken, in Teilen des Landes auf minus zehn Grad. Damit wächst der Druck auf die ohnehin schwer angeschlagene Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.
Nach Gefangennahme Maduros: Venezuela kündigt Freilassung von Gefangenen an

Die venezolanische Regierung will eine große Zahl Gefangener freilassen. Um wen es sich genau handelt, ist noch unklar - es sollen auch Ausländer unter ihnen sein. Mehr als 800 politische Häftlinge soll es insgesamt im Land geben.
Venezuela hat die Freilassung zahlreicher Gefangener angekündigt. "Um die friedliche Koexistenz zu fördern, haben die bolivarische Regierung und die staatlichen Institutionen beschlossen, eine große Anzahl venezolanischer und ausländischer Staatsbürger freizulassen", sagte Parlamentspräsident Jorge Rodríguez. Dies sei eine unilaterale Geste "auf der Suche nach Frieden". Die Entlassungen seien "bereits im Gange".
Um welche und wie viele Häftlinge es sich genau handelt, sagte Rodríguez nicht. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Foro Penal gibt es in dem südamerikanischen Land rund 800 politische Häftlinge. Foro-Penal-Vertreter Alfredo Romero bezeichnete die von der Regierung verkündeten Freilassungen im Onlinedienst X als gute Nachricht. Seine Organisation versuche derzeit herauszufinden, wer die Freigelassenen sind.
Laut Medienberichten sollen mehrere prominente Oppositionelle unter ihnen sein, unter anderem der Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa, die Menschenrechtlerin Rocío San Miguel sowie Rafael Tudares, der Schwiegersohn des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia.
Hartes Vorgehen gegen politische Gegner
Viele waren bei den Protesten gegen die von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro 2024 festgenommen worden. Internationale Organisationen und Aktivisten werfen den venezolanischen Sicherheitskräften schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Noch Ende 2025 waren mehrere Oppositionelle inhaftiert worden.
Die venezolanische Regierung hatte bereits an Weihnachten und Neujahr Dutzende politische Häftlinge freigelassen. Damals teilte die Gefängnisverwaltung mit, dies sei ein Beitrag zu Frieden, Dialog und Gerechtigkeit. Die Regierung besteht jedoch darauf, dass es in dem südamerikanischen Land keine politischen Gefangenen gebe.
Interimsregierung nach Entmachtung Maduros
Am vergangenen Wochenende hatten US-Soldaten Nicolás Maduro und desssen Frau Cilia Flores gefangen genommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Dort soll ihm wegen angeblicher Drogendelikte der Prozess gemacht werden. Seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez gilt als treue Anhängerin Maduros und hat die Gefangennahme als völkerrechtswidrige Aggression verurteilt.
Die Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionsführerin María Corina Machado hatte zuletzt in einem Interview die Notwendigkeit der Freilassung politischer Gefangener als wesentlichen Punkt betont, um einen Wandel im Land zu erreichen. "Es kann keinen Übergang mit politischen Gefangenen geben", sagte sie. Die neue Regierung betrachtete sie als "absolut vorübergehend". Das Ziel sei, "dass dieser Prozess so kurz wie möglich, absolut so kurz und schnell wie möglich ist", sagte sie.
Kämpfe in Syrien: Zivilisten sollen umkämpfte Teile Aleppos verlassen

Die gewaltsamen Kämpfe zwischen Regierungstruppen und kurdischen Einheiten im Norden Syriens finden kein Ende. Die Behörden haben die Zivilbevölkerung aufgerufen, die umkämpften Viertel zu verlassen.
Die Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Kräften und syrischen Regierungstruppen in Aleppo dauern den dritten Tag in Folge an. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bei den Gefechten bislang mindestens zwölf Menschen getötet und 60 verletzt.
Es handelt sich um die schwersten Kämpfe in Aleppo seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad Ende 2024.
Die syrischen Behörden haben die Zivilbevölkerung zum Verlassen der umkämpften Viertel aufgefordert. Die Provinzregierung gab den Bewohnern in Absprache mit der Armee bis Mittag Zeit, das Gebiet zu verlassen. Sie öffnete nach eigenen Angaben den zweiten Tag in Folge einen Korridor für die Evakuierung.
Geplante Eingliederung der Kurden bislang nicht umgesetzt
Die Kämpfe zwischen den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) und Regierungstruppen und mit ihnen verbündeten Milizen hatten am Dienstag begonnen. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, die Angriffe gestartet zu haben. Die SDF beschuldigten der Übergangsregierung der "Einschüchterung der Zivilbevölkerung" und sprachen von "Zwangsvertreibungen".
Eigentlich hatten sich die Kurden und die Regierung von Interimspräsident Ahmed al-Scharaa im März darauf geeinigt, die bisher von Kurden autonom verwalteten Institutionen im Norden und Nordosten des Landes in die staatliche Ordnung einzugliedern. Die SDF-Kämpfer sollten Teil der syrischen Armee werden. Doch die Verhandlungen waren zuletzt ins Stocken geraten. Eine Umsetzung ist bis heute nicht erfolgt.
Türkei bietet Syrien Unterstützung an
Als führende Kraft in der SDF gilt die Kurdenmiliz YPG. Sie wird von der türkischen Regierung als Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und damit als Terrororganisation eingestuft. Die Türkei hat der syrischen Armee angeboten, sie im Kampf gegen die kurdischen Kämpfer zu unterstützen. "Wenn Syrien uns um unsere Mithilfe bittet, wird die Türkei die nötige Unterstützung leisten", erklärte das syrische Verteidigungsministerium. "Die Sicherheit Syriens ist unsere Sicherheit", hieß es weiter.
Die Türkei hat eine mehr als 900 Kilometer lange Grenze zu Syrien. Dir türkische Armee führte zwischen 2016 und 2019 mehrere großangelegte Einsätze gegen kurdische Kämpfer in Syrien aus.
Regional
Baden-Württemberg: Stürmisches Wetter: Wo Orkanböen und Glatteis drohen

Sturm,Regen und Glatteis: Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich in den nächsten Tagen auf gefährliche Straßenverhältnisse und heftige Sturmböen einstellen.
Nach einer ersten windigen Nacht stehen weiter stürmische Tage bevor, die mancherorts Glatteis, Schnee und teils orkanartige Böen mit sich bringen. Straßenmeistereien und Verkehrsbetriebe haben sich deshalb auf Sturmtief Elli vorbereitet. Wegen der gestiegenen Temperaturen in der vergangenen Nacht sprach der Deutsche Wetterdienst (DWD) von einem "abnormalen Temperaturverlauf". Für die Höhenlagen des Schwarzwalds besteht weiterhin eine Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen.
Die Temperaturen in Baden-Württemberg steigen zeitweise leicht an: Dauerfrost herrscht laut DWD nur noch im Bergland sowie stellenweise im Allgäu. Sonst bewegen sich die Werte zwischen 1 und 3 Grad. In Südbaden seien bis zu 6 Grad möglich. Am Freitagmorgen werden sogar Temperaturen von bis zu 8 Grad am Oberrhein erwartet.
Sturmtief Elli: Stürmische Nacht mit Tauwetter
In der Nacht zum Freitag zogen kräftige Niederschläge auf, die verbreitet als Regen niedergingen. In Senken und Tälern war zeitweise Glatteis möglich. Die Temperaturen steigen den Angaben nach weiter an. Hintergrund sei laut DWD der ungewöhnliche Temperaturanstieg in der Nacht statt sinkender Werte.
Verbreitet seien stürmische Böen zu erwarten, selbst im Tiefland mit Geschwindigkeiten von 50 bis 60 Kilometern pro Stunde. Im Bergland seien Sturmböen um 75 km/h, im Hochschwarzwald orkanartige Böen bis 110 km/h möglich. Auf dem Feldberg könnten Orkanböen mit bis zu 130 km/h auftreten.
Der Freitag bleibt grau und nass. Immer wieder ziehen Schauer durch, die im höheren Bergland zunehmend als Schnee fallen. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und 8 Grad, am südlichen Oberrhein seien bis zu 10 Grad möglich. Der Wind bleibt stark und kann besonders im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb stürmisch ausfallen. Der DWD rät unter anderem von Skifahren ab.
Die Temperaturen sollen höchstens minus 1 Grad im Bergland und bis zu 4 Grad im Flachland erreichen. Der Wind bleibt vor allem in Hochlagen ein Thema, wo schwere Sturmböen und Schneeverwehungen drohen. In der Nacht zum Sonntag sinken die Temperaturen wieder deutlich unter null, Glätte bleibt ein zentrales Risiko.
Glatteis im Raum Stuttgart
Für den Raum Stuttgart hat der Deutsche Wetterdienst in Sachen Glatteis bis zum Samstag Entspannung signalisiert. Die Temperaturen im Raum Stuttgart stiegen in der Nacht zum Freitag an. Es werde bis etwa acht Grad warm und ein großes, teils kräftiges Regengebiet werde im Raum Stuttgart durchziehen, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst dem SWR.
Deshalb sieht der Experte bis Samstag im Raum Stuttgart kaum Gefahr für glatte oder rutschige Straßen. Anders sieht es ab Samstag aus. Dann wird der Regen wahrscheinlich in Schnee übergehen - und das dürfte am Samstag ziemlich sicher glatte Straßen mit sich bringen, so der Experte vom Deutschen Wetterdienst. Wann genau am Samstag, ist aber noch unklar.
Mögliche Beeinträchtigungen im Flugverkehr
Am Abend kann es am Flughafen Stuttgart zu Verspätungen bei Ankünften und Abflügen kommen. Passagiere sollten darüber hinaus vereinzelt mit Flugausfällen rechnen. Der Flughafen bittet die Fluggäste sich über den aktuellen Status ihres Fluges online oder direkt bei der Airline zu informieren.
Menschen in Freudenstadt sollen daheim bleiben
Auch der Winterdienst des Baubetriebsamts von Freudenstadt stellt sich auf viel Arbeit in den kommenden Tagen ein. Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder (CDU) hat die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt dazu aufgerufen, heute möglichst zu Hause zu bleiben. Die ersten Ausläufer des Sturmtiefs würden schon heute erwartet.
Der DWD warnt auch für den Regierungsbezirk Tübingen vor einer Wetterlage mit hohem Unwetterpotenzial und möglichen Einschränkungen im Straßen- und Schienenverkehr.
Heilbronner Polizei warnt vor Blitzeis
Die Heilbronner Polizei warnt vor gefährlich glatten Straßen im gesamten Präsidiumsbereich. Man rechne mit schwierigen Straßenverhältnissen, besonders wenn der Schneefall im Laufe des Tages dann in Regen übergehe und sich Blitzeis bilden kann, heißt es von der Polizei. Sie rät deswegen sogar womöglich das Auto stehen zu lassen.
Bayern: Nach Hackerangriff: Notaufnahme in Roth ist wieder erreichbar

Einen Tag nach dem Angriff auf das IT-Netzwerk der Kreisklinik Roth ist die Notaufnahme des Krankenhauses wieder erreichbar. Nur Schlaganfallpatienten müssten über Nacht weiterhin auf umliegende Krankenhäuser umgeleitet werden, so eine Mitteilung.
Weil Unbekannte am Mittwoch einen Angriff auf das IT-Netzwerk der Kreisklinik Roth starteten, wurde die Notaufnahme des Krankenhauses kurzzeitig geschlossen. Seit heute ist sie wieder erreichbar. Lediglich Schlaganfallpatienten müssen noch über Nacht auf umliegende Krankenhäuser umgeleitet werden. Das teilen die Klinik und das Landratsamt Roth am Donnerstag mit.
Zu Artikel: Cybercrime – Sicherheitslage in Bayern "angespannt"
Die Kreisklinik Roth hatte die Notaufnahme wegen des Cyberangriffes abmelden müssen. Die Verantwortlichen hatten die Internet-Verbindung nach außen am Mittwochnachmittag gegen 11.30 Uhr vorsorglich abgeschaltet. Es sei zu einem "externen Zugriff" auf das Netzwerk gekommen, heißt es in der Mitteilung. Unter anderem waren daraufhin Empfang und Versand von radiologischen Aufnahmen nicht mehr möglich.
Regionale Notfallversorgung war gesichert - Faxgeräte im Einsatz
Die Notfallversorgung in der Region sei aber gesichert gewesen, hieß es. Die Rettungsstelle leitete Notfälle an die umliegenden Krankenhäuser weiter.Von der Internet-Abschaltung nicht betroffen waren die stationäre Patientenversorgung und der Betrieb im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ). Bei der Übermittlung von Laborergebnissen griff man teilweise auch wieder auf Faxgeräte zurück.
Cyberangriff – Aufarbeitung läuft, Landeskriminalamt ermittelt
Klinikvorständin Nadine Ortner und der Rother Landrat Ben Schwarz (SPD) bitten um Geduld in Sachen Aufarbeitung des Angriffs. Den Angaben zufolge seien viele Stellen in den Prozess eingebunden. Das Landeskriminalamt (LKA) habe nach Rücksprache mit dem Bayerischen Innenministerium strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen. Mitarbeiter des LKA hätten noch am Mittwochnachmittag im Krankenhaus mit Untersuchungen begonnen. Informiert worden sei auch das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Parallel habe man externe IT-Forensik-Experten hinzugezogen. Die technische Analyse laufe, heißt es.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
Quelle: Regionalnachrichten Franken
08.01.2026 - 15:30 Uhr
Berlin, Brandenburg: Sturmtief "Elli": Die aktuellen Entwicklungen im Liveticker

Sturmtief "Elli" bringt viel Schnee und starken Wind nach Berlin und Brandenburg. Behörden und Wetterdienste rufen zur Vorsicht auf. Alle Entwicklungen im Liveticker
- Sturmtief "Elli" zieht über Berlin und Brandenburg hinweg
- DWD gibt amtliche Unwetterwarnung heraus - sie gilt ab Freitagfrüh
- Schulbesuch am Freitag freigestellt
- Bahn hebt Zugbindung auf - Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr
- Flughafen BER rechnet mit Behinderungen im Flugverkehr
Donnerstag, 8. Januar
22:38 Uhr: Parks und Schlösser in Berlin und Brandenburg bleiben geschlossen
Die Parkanlagen und Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben am Freitag wegen der aktuellen Unwetterwarnung vorsorglich geschlossen. Die vorhergesagte Schneelast erhöhe die Gefahr von Astbruch, so die Stiftung. Auch Einschränkungen auf den Wegen und Straßen seien wahrscheinlich.
22:07 Uhr: "Brieger Gänse" treiben auf der Oder
Bei den "Brieger Gänsen" handelt es sich nicht um Federvieh - sondern um fast kreisrunde Eisschollen, die auf der Oder treiben. Sie bilden sich bei strengem Frost. Auf dem kiesigen Boden des Flusses bilden sich bei starker Kälte Grundeisschollen. Da diese leichter als das Flusswasser sind, treiben sie hoch und nehmen an ihren Rändern auf dem Weg nach oben weitere Eiskristalle auf. Die runde bis ovale Form entsteht vermutlich durch die kreisenden Bewegungen beim Auftrieb.
Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Brieg liegt heute in Polen und heißt Brzeg. Die Stadt befindet sich in der Nähe von Breslau (Wrocław) an der Oder. Die Eisschollen sollen in Bewegung und beim Stoßen gegeneinander oder an Hindernisse Geräusche wie Gänse machen.
Durch das Eis kann die Fahrrinne für die Schifffahrt zu flach werden - dann müssen irgendwann die Eisbrecher ran. Staut sich das Eis, dann droht sogar Hochwasser.
Orte, an denen man die Brieger Gänse schwimmen sehen kann, gibt es einige, zum Beispiel die Oderbrücke Küstrin an der B1, die Stadtbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice sowie die Grenzbrücke zwischen Hohenwutzen und Osinów Dolny.
20:50 Uhr: DWD-Meteorologe: "Es schneit immer so ein bisschen vor sich hin"
Es komme ein Schneefallgebiet auf die Region zu - Freitagmorgen gegen 10 Uhr soll es Berlin erreichen, sagte Thomas Endrulat, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam, in der rbb24 Abendschau am Donnerstag. Der morgendliche Berufsverkehr könne noch anrollen.
Berlin und Brandenburg erwarte Windstärke sieben (circa 50 bis 61 km/h), teilweise auch Windstärke acht (circa 62 bis 74 km/h)- dies sei "ein ungemütliches Ereignis", so der Wetterexperte. Dazu leichter Schneefall, der sich in der Stadt verwirbelt und ablagert, die Schneedecke gestalte sich unterschiedlich. "Diese Mischung ist schlecht berechenbar", sagte Endrulat.
Die aktuell wahrscheinlichste Variante sei, dass relativ wenig Schnee in der Region herunterkomme. Etwa fünf bis zehn Zentimeter Schnee seien erwartbar, es schneie "immer so ein bisschen vor sich hin". Dass es mehr werde, habe man im Hinterkopf.
Warme Luft, die aus Süden zu uns strömt, komme nicht durch - Berlin bliebe damit im Frostbereich. Der Regen - und damit überfrierender Schnee - blieben somit aus. Die Gefahr wird eher davon ausgehen, dass es in vielen Nebenstraßen glatt ist. Eine zarte Schneedecke verhindere, dass man erkenne, dass die Straße überfroren ist, so Endrulat.
20:30 Uhr: Berliner Stadtmission warnt: "Es sind schon viele Obdachlose erfroren"
Angesichts der eisigen Temperaturen und eines sich nähernden Sturmtiefs mit möglicherweise viel Schnee und noch tieferen Temperaturen bitten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Berliner Stadtmission alle Menschen in Berlin, derzeit ganz besonders auf Obdachlose achtzugeben. "Bitte schauen Sie nicht weg", sagte der Sprecher des DRK-Landesverbandes, Karsten Hintzmann.
Auch Barbara Breuer von der Berliner Stadtmission betonte im Gespräch bei Radioeins, dass Obdachlose derzeit besonders schnell in Not geraten könnten. Insbesondere, wenn jemand, der für die derzeitigen Temperaturen nicht gut ausgerüstet sei, beispielsweise Alkohol trinke und daher die Käte nicht mehr spüre und einschlafe, bestehe schnell Lebensgefahr.
20:22 Uhr: Neukölln schließt Sporthallen, Horst-Dohm-Stadion bleibt Freitag zu
Die Neuköllner Sporthallen werden aufgrund der Wetterlage ab Donnerstag für den Vereinssport bis zum kommenden Montag, 12.01.2026, geschlossen. Dies teilte das Bezirksamt Neukölln auf seiner Webseite mit. Betroffen sei nur der Vereinssport, nicht betroffen von der Schließung ist grundsätzlich der Schulsport am Freitag, 9.1.. Je nach Wetterlage am Freitagmorgen kann es zu einzelnen Sperrungen kommen, über die das Bezirksamt die betroffenen Schulen individuell informiert.
Auch alle bezirklichen Sportplätze in Charlottenburg-Wilmersdorf bleiben vorsorglich bis Montag, 12. Januar 2026, geschlossen. Auch das Horst-Dohm-Eisstadion bleibt am Freitag geschlossen.
In Spandau schließen alle bezirklichen Senioreneinrichtungen am Freitag. Diese Maßnahme diene dem Schutz und der Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitenden.
18:53 Uhr: Streusalz und andere Taumittel teilweise ausverkauft
Wegen des Winterwetters und vielerorts starkem Schneefall sind Streusalz und andere Taumittel in zahlreichen Baumärkten vorübergehend ausverkauft. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei großen Baumarktketten.
18:22 Uhr: Amtliche Unwetterwarnung des DWD für Teile Berlins und Brandenburgs
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. "Es treten bei den vorherrschenden Windverhältnissen aufgrund der Neuschneemenge und der lockeren Schneedecke starke Schneeverwehungen auf", heißt es auf katwarn.de. Verbreitet werde es glatt.
Die Unwetterwarnung gilt ab Freitag früh (7 Uhr) bis 24 Uhr in der Nacht zu Samstag für die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Barnim, Märkisch-Oderland, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Oder-Spree sowie für Potsdam, Brandenburg an der Havel und Berlin.
In der Uckermark, Frankfurt (Oder), Cottbus, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster galt um 18:45 Uhr zunächst noch eine Warnung vor markantem Wetter.
Weil Verkehrswege blockiert und die Sicht behindert sein könnten, könne es gefährlich werden. Menschen sollten sich möglichst nicht im Freien aufhalten, Fahrten vermeiden, sich auf Sperrungen einstellen und - wenn man mit dem Auto unterwegs sei: volltanken, sowie Decken und warme Getränke mitnehmen.
18:10 Uhr: ÖPNV in größeren Städten auf Extremwetter vorbereitet
Cottbuser Verkehrsbetriebe sind auf das Winterwetter vorbereitet: so wurden ausreichende Mengen an Streugut beschafft und der Winterdienst aktiviert. Von Donnerstag bis Sonntag und die Nächte hindurch soll zudem eine speziell eingesetzte Bahn durch das Stadtgebiet verkehren, die zur Enteisung der Oberleitungen sowie der Schienen dient. Fahrgäste werden gebeten, sich vor ihrer Abfahrt über Einschränkungen und Anpassungen zu informieren.
In Brandenburg an der Havel kündigen die Verkehrsbetriebe an, die Fahrgeschwindigkeit den jeweiligen Straßen- und Streckenverhältnissen anzupassen. In Ausnahmefällen könne es erforderlich sein, den Fahrbetrieb vorübergehend einzustellen. Auch hier liefen die Weichenheizungen "bereits auf Volllast", Schienenräumfahrzeuge seien stets einsatzbereit. Fahrgäste werden gebeten, sich vor ihrer Fahrt über Einschränkungen und Anpassungen zu informieren.
Aus Frankfurt (Oder) gibt es derzeit keine Meldungen zu Vorbereitungen oder geplanten Einschränkungen des städtischen ÖPNV.
18:00 Uhr: Verkehrsbetrieb Potsdam: Alle Linien sollen trotz Extremwetters fahren
Die Verkehrsbetriebe Potsdam bereiten sich auf die Extremwetterlage vor. Es sei laut Webseite des Unternehmens jedoch keine Einstellungen von Fahrten geplant, alle Linien sollen nach Fahrplan verkehren. Ausgenommen sei die Linie F1, die seit dem 8. Januar wetterbedingt bis auf Weiteres nicht fährt. Fahrgäste können alternativ die Buslinie 694 von/bis S Hauptbahnhof nutzen.
Mit Straßenbahn-Schneepflügen und mit Bereitschaftsdiensten im Fahrdienst, in der Buswerkstatt, im Gleisbau, der Stromversorgung und im Bereich Haltestellen hat sich der Verkehrsbetrieb Potsdam auf die Wetterlage vorbereitet. Fahrgäste sollen sich bitte auf der Webseite swp-potsdam.de, in der VBB-Fahrinfo per App oder an den Anzeigetafeln über die Fahrten informieren.
17:40 Uhr: Berliner Verkehrsbetriebe: Vorbereitungen auf Winterwetter "auf Hochtouren"
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) melden auf ihrer Webseite, dass die Vorbereitungen auf die aktuelle Wetterlage "auf Hochtouren" liefen. Man habe bereits die Weichenheizungen eingeschaltet, E-Busse würden mithilfe der bestehenden Ladeinfrastruktur beheizt und der Stromschienen-Schmierzug stehe für seinen Einsatz bereit.
Es könne jedoch zu unvorhergesehenen Beeinträchtigungen kommen, so die BVG. Fahrgäste sollten sich per App oder online unter bvg.de vor ihrem Fahrtantritt informieren.
17:26 Uhr: Preußische Schlösser und Gärten rät von Besuchen ab
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) rät, auf Besuche der Parks und Gärten zu verzichten. Grund seien die zu erwartende Schneelast und böiger Ostwind. Dadurch könnte es auch zu Astbruch kommen. Es muss mit starken Einschränkungen auf Wegen und Straßen gerechnet werden.
Schloss und Garten Glienicke sowie die Pfaueninsel bleiben geschlossen. Grund dafür sind noch laufende Reparaturarbeiten nach dem mehrtägigen Stromausfall im Berliner Südwesten. Abhängig von der Wetterlage oder weiteren Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sind in den kommenden Tagen Sperrungen von Parks und Gärten nicht auszuschließen.
17:10 Uhr: Zoo und Tierpark Berlin bleiben am Freitag wetterbedingt geschlossen
Der Berliner Zoo und der Tierpark bleiben am Freitag wetterbedingt geschlossen.
Die Entscheidung sei wegen der amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor kräftigem Schneefall getroffen worden, teilte der Zoologische Garten Berlin mit. Die Sicherheit der Tiere und Gäste habe oberste Priorität. Die großen Schneemengen und herabfallende Äste des alten Baumbestands würden demnach eine Gefahr für die Besucherinnen und Besucher darstellen. Sensible Tiere, wie beispielsweise Giraffen, bleiben sicherheitshalber in ihren Stallungen, heißt es.
Das Aquarium bleibt dagegen auch am Freitag geöffnet.
17:08 Uhr: Unfallkrankenhaus wegen Glätte "am Anschlag"
Kliniken stellen sich auf Verletzte nach Stürzen und Unfällen ein. In Berlin und Brandenburg sorgen Glätte und Stürze seit Tagen für zusätzliche Belastung in den Notaufnahmen. Das Berliner Unfallkrankenhaus behandelt nach eigenen Angaben zahlreiche Verletzte, darunter Menschen mit Knochenbrüchen, Platzwunden oder Schädelhirntraumata - teils mit langen Wartezeiten.
Auch im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam und der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem in Cottbus gab es in den vergangenen Tagen eine erhöhte Anzahl an Verletzten. Die Notaufnahme sei personell und organisatorisch auf ein womöglich erhöhtes Patientenaufkommen vorbereitet, sagte der leitende Oberarzt der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, Bernhard Fleischer.
17:00 Uhr: Berliner Grüne fordern Gesetzesänderung zum Räumen und Streuen
In Berlin ist es auf vielen Bürgersteigen seit Tagen gefährlich glatt, oft wird nicht ausreichend geräumt.
Die Grünen wollen das mit einer Gesetzesänderung ändern: Die Stadtreinigung BSR soll künftig schrittweise auch den Winterdienst auf Geh- und Radwegen übernehmen, forderte die verkehrspolitische Sprecherin Oda Hassepaß.
Nach geltendem Recht muss geräumt werden, wenn nachts Schnee fällt - werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. Zuständig sind die Anlieger, auch wenn sie Firmen beauftragen - kontrollieren müssen sie die Räumung trotzdem, heißt es auf der Homepage des Senats.
Die Stadtreinigung BSR appellierte an Anwohner, Gehwege selbst zu räumen. "Sorgen Sie bitte im Rahmen Ihrer Anliegerpflichten für sichere Gehwege", teilte das Unternehmen mit. Zudem sei wichtig, dass Anwohner für die Müllentsorgung die Zugänge zu ihren Tonnen schnee- und eisfrei machten.
15:45 Uhr: Tierhalter sollen Vorkehrungen treffen
Das brandenburgische Landwirtschaftsministerium und der Verband der beamteten Tierärzte des Landes haben die Tierhalter in Brandenburg dazu aufgerufen, Vorkehrungen zu treffen, um Tierleid zu vermeiden. Dies gelte insbesondere für im Freiland gehaltene Tiere. Die Tiere müssten nach dem Tierschutzgesetz so gehalten werden, dass sie die Möglichkeit hätten, "ausreichenden Witterungsschutz aufsuchen zu können". Im bevorstehenden Fall gehe es da vor allem um Windschutz. Außerdem sollten Vorkehrungen für die Trinkwasserversorgung der Tiere mit ausreichend nicht gefrorenem Tränkwasser und Futter getroffen werden. Neben Nutztierhaltern seien auch alle anderen Tierhalter dazu aufgerufen, entsprechend für ihre Tiere zu sorgen, hieß es weiter. Im vergangenen Winter waren in Brandenburg mehrere Kühe auf einer vereisten Wiese erfroren.
15:20 Uhr: Schulen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz bleiben geschlossen
Wegen der Unwetterlage bleiben am Freitag alle Schulen in Oberspreewald-Lausitz (Grund- und Oberschulen, Förderschulen, Gymnasien sowie das OSZ) geschlossen, hieß es in einer Pressemitteilung des Landkreises am Donnerstagnachmittag. Eine Notbetreuung sei sichergestellt.
Auch Kindertagesstätten sollen geschlossen bleiben - auch für sie werde eine Notbetreuung eingerichtet. Der Busverkehr einschließlich des Schülerverkehrs soll soweit wie möglich aufrechterhalten werden. Dennoch könne es aufgrund der Witterung zu Verspätungen oder Ausfällen kommen, hieß es.
Zuvor hatte das Brandenburger Bildungsministerium mitgeteilt, der Schulbesuch sei freigestellt. Die Brandenburger Schulen sollen den Angaben zufolge aber grundsätzlich geöffnet sein. Ihnen stehe es jedoch frei, den Unterricht früher enden zu lassen.
15:16 Uhr: Berliner Schüler können zuhause bleiben
Eltern in Berlin ist es, wie in Brandenburg auch, freigestellt, ob sie ihre Kinder am Freitag aufgrund der Wetterlage in die Schule schicken oder nicht. Das hat Bildungssenatorin Günther-Wünsch von der CDU im Bildungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses bekanntgegeben.
14:23 Uhr: Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Freitag vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. Die Warnung gilt ab 3 Uhr morgens und ist voraussichtlich bis Samstagmorgen um 3 Uhr gültig, wie es in einer Mitteilung heißt.
Die Warnung gilt für Berlin und folgende Gebiete in Brandenburg: Kreis Barnim, Kreis Dahme-Spreewald, Kreis Havelland, Kreis Märkisch-Oderland, Kreis Oberhavel, Kreis Oder-Spree, Kreis Ostprignitz-Ruppin, Kreis Potsdam-Mittelmark, Kreis Prignitz, Kreis Teltow-Fläming, Stadt Brandenburg, Stadt Frankfurt (Oder), Stadt Potsdam.
Ab Freitagvormittag ziehe aus Südwesten anhaltender und teils kräftiger Schneefall mit markanten Neuschneemengen auf. "Im Zusammenspiel mit einem bereits in der Nacht zum Freitag zunehmend böigem Ostwind können starke Schneeverwehungen auftreten." Es müsse mit starken Einschränkungen auf Straßen und Wegen gerechnet werden.
13:25 Uhr: Union Berlin ruft zum Schneeschippen auf
Um das Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05 trotz des angekündigten Wintereinbruchs zu sichern, hat Union Berlin seine Anhänger zum Schneeschippen aufgerufen.In einer Mail an die Fanclubs des Fußball-Bundesligisten heißt es, das Stadion an der Alten Försterei müsse voraussichtlich von "Schnee- und Eismassen" befreit werden, um das für Samstag (15.30 Uhr) geplante Heimspiel gefahrlos über die Bühne zu bringen. "Vorsorglich könnt ihr auch gern euren Schneeschieber von zu Hause mitbringen", heißt es in der Rundmail, die dem rbb vorliegt.
12:44 Uhr: BER rechnet mit Behinderungen
Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat nach Angaben der Betreibergesellschaft zwar Vorkehrungen für den starken Schneefall ab Freitag getroffen, rechnet aber dennoch mit Behinderungen im Flugverkehr. "Von dem massiven Wintereinbruch sind mehrere Flughäfen betroffen, Abflüge verzögern sich, Flugpläne geraten durcheinander, es kann zu starken Verspätungen und auch zu Flugstreichungen durch die Airlines kommen", teilte eine Sprecherin mit. Verspätungen und Flugstreichungen seien möglich. "Passagiere werden gebeten, den Status ihres Fluges regelmäßig zu prüfen und sich auf winterliche Bedingungen bei An- und Abreise einzustellen", so die Empfehlung.
12:11 Uhr: Brandenburger Eltern sollen selbst über Schulbesuch entscheiden
In Brandenburg können die Eltern von Schulkindern wegen der Wetterlage selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder am Freitag in die Schule schicken oder nicht. Das teilte das Bildungsministerium in Potsdam am Donnerstag mit. Demnach gelten Kinder am Freitag als entschuldigt, wenn ihre Eltern sie wegen der besonderen Wetterlage zu Hause lassen, heißt es in einer Mitteilung. Die Brandenburger Schulen sollen den Angaben zufolge aber grundsätzlich geöffnet sein. Ihnen stehe es jedoch frei, den Unterricht früher enden zu lassen.
10:34 Uhr: Verkehrsminister: Fahrten verschieben
Der Brandenburger Verkehrsminister Detlef Tabbert (parteilos) rät, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verschieben oder deutlich mehr Zeit einzuplanen. Der Winterdienst des Landes sei mit Räum- und Streufahrzeugen unterwegs. "Unsere Teams sind im ganzen Land im Einsatz, wenn alle ein bisschen mehr Rücksicht nehmen und den Fahrstil anpassen, kommen wir gemeinsam besser durch diesen Wintertag."
9:23 Uhr: Bahn streicht Verbindungen
Unterdessen hat die Deutsche Bahn schon ab Donnerstagnachmittag einige Verbindungen im Norden und Nordosten Deutschlands gestrichen. Zudem wird es zu Verspätungen kommen, da die Schnellzüge ihre Höchstgeschwindigkeit drosseln werden. Fahrgäste, die bis einschließlich Mittwoch ein Ticket für eine Reise zwischen Donnerstag und Samstag gekauft haben, können dieses flexibel zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.
08:53 Uhr: Tief "Elli" im Anflug - DWD spricht von "extremer Wetterlage"
Eis, schlechte Sicht und Schneeverwehungen: Wegen des Sturmtiefs "Elli", das am Freitag heranzieht, rufen Behörden zu besonderer Vorsicht auf.
"Das wird schon eine extreme Lage", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam zum Winterwetter am Freitag. Es bringt auch nach Berlin und Brandenburg Schneefall, teils gefrierenden Regen und starken Ostwind. Bis zu zehn Zentimeter Schnee können am Vormittag fallen, wie der DWD-Wetterfachmann sagte. Im Süden Brandenburgs könne der Niederschlag dann in Regen übergehen.
In manchen Regionen treten nach der bisherigen DWD-Prognose Windböen mit 50 bis 60 Kilometern in der Stunde auf. Es kann dann zu Schneeverwehungen kommen. Auch Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr sind möglich - in Gebieten, in denen "der Wind durchpeitschen kann", so der Meteorologe.
Berlin, Brandenburg: Sturmtief "Elli": Die aktuellen Entwicklungen im Liveticker

Sturmtief "Elli" bringt viel Schnee und starken Wind nach Berlin und Brandenburg. Behörden und Wetterdienste rufen zur Vorsicht auf. Alle Entwicklungen im Liveticker
- Sturmtief "Elli" zieht über Berlin und Brandenburg hinweg
- DWD gibt amtliche Unwetterwarnung heraus - sie gilt ab Freitagfrüh
- Schulbesuch am Freitag freigestellt
- Bahn hebt Zugbindung auf - Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr
- Flughafen BER rechnet mit Behinderungen im Flugverkehr
Donnerstag, 8. Januar
22:38 Uhr: Parks und Schlösser in Berlin und Brandenburg bleiben geschlossen
Die Parkanlagen und Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben am Freitag wegen der aktuellen Unwetterwarnung vorsorglich geschlossen. Die vorhergesagte Schneelast erhöhe die Gefahr von Astbruch, so die Stiftung. Auch Einschränkungen auf den Wegen und Straßen seien wahrscheinlich.
22:07 Uhr: "Brieger Gänse" treiben auf der Oder
Bei den "Brieger Gänsen" handelt es sich nicht um Federvieh - sondern um fast kreisrunde Eisschollen, die auf der Oder treiben. Sie bilden sich bei strengem Frost. Auf dem kiesigen Boden des Flusses bilden sich bei starker Kälte Grundeisschollen. Da diese leichter als das Flusswasser sind, treiben sie hoch und nehmen an ihren Rändern auf dem Weg nach oben weitere Eiskristalle auf. Die runde bis ovale Form entsteht vermutlich durch die kreisenden Bewegungen beim Auftrieb.
Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Brieg liegt heute in Polen und heißt Brzeg. Die Stadt befindet sich in der Nähe von Breslau (Wrocław) an der Oder. Die Eisschollen sollen in Bewegung und beim Stoßen gegeneinander oder an Hindernisse Geräusche wie Gänse machen.
Durch das Eis kann die Fahrrinne für die Schifffahrt zu flach werden - dann müssen irgendwann die Eisbrecher ran. Staut sich das Eis, dann droht sogar Hochwasser.
Orte, an denen man die Brieger Gänse schwimmen sehen kann, gibt es einige, zum Beispiel die Oderbrücke Küstrin an der B1, die Stadtbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice sowie die Grenzbrücke zwischen Hohenwutzen und Osinów Dolny.
20:50 Uhr: DWD-Meteorologe: "Es schneit immer so ein bisschen vor sich hin"
Es komme ein Schneefallgebiet auf die Region zu - Freitagmorgen gegen 10 Uhr soll es Berlin erreichen, sagte Thomas Endrulat, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam, in der rbb24 Abendschau am Donnerstag. Der morgendliche Berufsverkehr könne noch anrollen.
Berlin und Brandenburg erwarte Windstärke sieben (circa 50 bis 61 km/h), teilweise auch Windstärke acht (circa 62 bis 74 km/h)- dies sei "ein ungemütliches Ereignis", so der Wetterexperte. Dazu leichter Schneefall, der sich in der Stadt verwirbelt und ablagert, die Schneedecke gestalte sich unterschiedlich. "Diese Mischung ist schlecht berechenbar", sagte Endrulat.
Die aktuell wahrscheinlichste Variante sei, dass relativ wenig Schnee in der Region herunterkomme. Etwa fünf bis zehn Zentimeter Schnee seien erwartbar, es schneie "immer so ein bisschen vor sich hin". Dass es mehr werde, habe man im Hinterkopf.
Warme Luft, die aus Süden zu uns strömt, komme nicht durch - Berlin bliebe damit im Frostbereich. Der Regen - und damit überfrierender Schnee - blieben somit aus. Die Gefahr wird eher davon ausgehen, dass es in vielen Nebenstraßen glatt ist. Eine zarte Schneedecke verhindere, dass man erkenne, dass die Straße überfroren ist, so Endrulat.
20:30 Uhr: Berliner Stadtmission warnt: "Es sind schon viele Obdachlose erfroren"
Angesichts der eisigen Temperaturen und eines sich nähernden Sturmtiefs mit möglicherweise viel Schnee und noch tieferen Temperaturen bitten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Berliner Stadtmission alle Menschen in Berlin, derzeit ganz besonders auf Obdachlose achtzugeben. "Bitte schauen Sie nicht weg", sagte der Sprecher des DRK-Landesverbandes, Karsten Hintzmann.
Auch Barbara Breuer von der Berliner Stadtmission betonte im Gespräch bei Radioeins, dass Obdachlose derzeit besonders schnell in Not geraten könnten. Insbesondere, wenn jemand, der für die derzeitigen Temperaturen nicht gut ausgerüstet sei, beispielsweise Alkohol trinke und daher die Käte nicht mehr spüre und einschlafe, bestehe schnell Lebensgefahr.
20:22 Uhr: Neukölln schließt Sporthallen, Horst-Dohm-Stadion bleibt Freitag zu
Die Neuköllner Sporthallen werden aufgrund der Wetterlage ab Donnerstag für den Vereinssport bis zum kommenden Montag, 12.01.2026, geschlossen. Dies teilte das Bezirksamt Neukölln auf seiner Webseite mit. Betroffen sei nur der Vereinssport, nicht betroffen von der Schließung ist grundsätzlich der Schulsport am Freitag, 9.1.. Je nach Wetterlage am Freitagmorgen kann es zu einzelnen Sperrungen kommen, über die das Bezirksamt die betroffenen Schulen individuell informiert.
Auch alle bezirklichen Sportplätze in Charlottenburg-Wilmersdorf bleiben vorsorglich bis Montag, 12. Januar 2026, geschlossen. Auch das Horst-Dohm-Eisstadion bleibt am Freitag geschlossen.
In Spandau schließen alle bezirklichen Senioreneinrichtungen am Freitag. Diese Maßnahme diene dem Schutz und der Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitenden.
18:53 Uhr: Streusalz und andere Taumittel teilweise ausverkauft
Wegen des Winterwetters und vielerorts starkem Schneefall sind Streusalz und andere Taumittel in zahlreichen Baumärkten vorübergehend ausverkauft. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei großen Baumarktketten.
18:22 Uhr: Amtliche Unwetterwarnung des DWD für Teile Berlins und Brandenburgs
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. "Es treten bei den vorherrschenden Windverhältnissen aufgrund der Neuschneemenge und der lockeren Schneedecke starke Schneeverwehungen auf", heißt es auf katwarn.de. Verbreitet werde es glatt.
Die Unwetterwarnung gilt ab Freitag früh (7 Uhr) bis 24 Uhr in der Nacht zu Samstag für die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Barnim, Märkisch-Oderland, Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Oder-Spree sowie für Potsdam, Brandenburg an der Havel und Berlin.
In der Uckermark, Frankfurt (Oder), Cottbus, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster galt um 18:45 Uhr zunächst noch eine Warnung vor markantem Wetter.
Weil Verkehrswege blockiert und die Sicht behindert sein könnten, könne es gefährlich werden. Menschen sollten sich möglichst nicht im Freien aufhalten, Fahrten vermeiden, sich auf Sperrungen einstellen und - wenn man mit dem Auto unterwegs sei: volltanken, sowie Decken und warme Getränke mitnehmen.
18:10 Uhr: ÖPNV in größeren Städten auf Extremwetter vorbereitet
Cottbuser Verkehrsbetriebe sind auf das Winterwetter vorbereitet: so wurden ausreichende Mengen an Streugut beschafft und der Winterdienst aktiviert. Von Donnerstag bis Sonntag und die Nächte hindurch soll zudem eine speziell eingesetzte Bahn durch das Stadtgebiet verkehren, die zur Enteisung der Oberleitungen sowie der Schienen dient. Fahrgäste werden gebeten, sich vor ihrer Abfahrt über Einschränkungen und Anpassungen zu informieren.
In Brandenburg an der Havel kündigen die Verkehrsbetriebe an, die Fahrgeschwindigkeit den jeweiligen Straßen- und Streckenverhältnissen anzupassen. In Ausnahmefällen könne es erforderlich sein, den Fahrbetrieb vorübergehend einzustellen. Auch hier liefen die Weichenheizungen "bereits auf Volllast", Schienenräumfahrzeuge seien stets einsatzbereit. Fahrgäste werden gebeten, sich vor ihrer Fahrt über Einschränkungen und Anpassungen zu informieren.
Aus Frankfurt (Oder) gibt es derzeit keine Meldungen zu Vorbereitungen oder geplanten Einschränkungen des städtischen ÖPNV.
18:00 Uhr: Verkehrsbetrieb Potsdam: Alle Linien sollen trotz Extremwetters fahren
Die Verkehrsbetriebe Potsdam bereiten sich auf die Extremwetterlage vor. Es sei laut Webseite des Unternehmens jedoch keine Einstellungen von Fahrten geplant, alle Linien sollen nach Fahrplan verkehren. Ausgenommen sei die Linie F1, die seit dem 8. Januar wetterbedingt bis auf Weiteres nicht fährt. Fahrgäste können alternativ die Buslinie 694 von/bis S Hauptbahnhof nutzen.
Mit Straßenbahn-Schneepflügen und mit Bereitschaftsdiensten im Fahrdienst, in der Buswerkstatt, im Gleisbau, der Stromversorgung und im Bereich Haltestellen hat sich der Verkehrsbetrieb Potsdam auf die Wetterlage vorbereitet. Fahrgäste sollen sich bitte auf der Webseite swp-potsdam.de, in der VBB-Fahrinfo per App oder an den Anzeigetafeln über die Fahrten informieren.
17:40 Uhr: Berliner Verkehrsbetriebe: Vorbereitungen auf Winterwetter "auf Hochtouren"
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) melden auf ihrer Webseite, dass die Vorbereitungen auf die aktuelle Wetterlage "auf Hochtouren" liefen. Man habe bereits die Weichenheizungen eingeschaltet, E-Busse würden mithilfe der bestehenden Ladeinfrastruktur beheizt und der Stromschienen-Schmierzug stehe für seinen Einsatz bereit.
Es könne jedoch zu unvorhergesehenen Beeinträchtigungen kommen, so die BVG. Fahrgäste sollten sich per App oder online unter bvg.de vor ihrem Fahrtantritt informieren.
17:26 Uhr: Preußische Schlösser und Gärten rät von Besuchen ab
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) rät, auf Besuche der Parks und Gärten zu verzichten. Grund seien die zu erwartende Schneelast und böiger Ostwind. Dadurch könnte es auch zu Astbruch kommen. Es muss mit starken Einschränkungen auf Wegen und Straßen gerechnet werden.
Schloss und Garten Glienicke sowie die Pfaueninsel bleiben geschlossen. Grund dafür sind noch laufende Reparaturarbeiten nach dem mehrtägigen Stromausfall im Berliner Südwesten. Abhängig von der Wetterlage oder weiteren Warnungen des Deutschen Wetterdienstes sind in den kommenden Tagen Sperrungen von Parks und Gärten nicht auszuschließen.
17:10 Uhr: Zoo und Tierpark Berlin bleiben am Freitag wetterbedingt geschlossen
Der Berliner Zoo und der Tierpark bleiben am Freitag wetterbedingt geschlossen.
Die Entscheidung sei wegen der amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor kräftigem Schneefall getroffen worden, teilte der Zoologische Garten Berlin mit. Die Sicherheit der Tiere und Gäste habe oberste Priorität. Die großen Schneemengen und herabfallende Äste des alten Baumbestands würden demnach eine Gefahr für die Besucherinnen und Besucher darstellen. Sensible Tiere, wie beispielsweise Giraffen, bleiben sicherheitshalber in ihren Stallungen, heißt es.
Das Aquarium bleibt dagegen auch am Freitag geöffnet.
17:08 Uhr: Unfallkrankenhaus wegen Glätte "am Anschlag"
Kliniken stellen sich auf Verletzte nach Stürzen und Unfällen ein. In Berlin und Brandenburg sorgen Glätte und Stürze seit Tagen für zusätzliche Belastung in den Notaufnahmen. Das Berliner Unfallkrankenhaus behandelt nach eigenen Angaben zahlreiche Verletzte, darunter Menschen mit Knochenbrüchen, Platzwunden oder Schädelhirntraumata - teils mit langen Wartezeiten.
Auch im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam und der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem in Cottbus gab es in den vergangenen Tagen eine erhöhte Anzahl an Verletzten. Die Notaufnahme sei personell und organisatorisch auf ein womöglich erhöhtes Patientenaufkommen vorbereitet, sagte der leitende Oberarzt der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, Bernhard Fleischer.
17:00 Uhr: Berliner Grüne fordern Gesetzesänderung zum Räumen und Streuen
In Berlin ist es auf vielen Bürgersteigen seit Tagen gefährlich glatt, oft wird nicht ausreichend geräumt.
Die Grünen wollen das mit einer Gesetzesänderung ändern: Die Stadtreinigung BSR soll künftig schrittweise auch den Winterdienst auf Geh- und Radwegen übernehmen, forderte die verkehrspolitische Sprecherin Oda Hassepaß.
Nach geltendem Recht muss geräumt werden, wenn nachts Schnee fällt - werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. Zuständig sind die Anlieger, auch wenn sie Firmen beauftragen - kontrollieren müssen sie die Räumung trotzdem, heißt es auf der Homepage des Senats.
Die Stadtreinigung BSR appellierte an Anwohner, Gehwege selbst zu räumen. "Sorgen Sie bitte im Rahmen Ihrer Anliegerpflichten für sichere Gehwege", teilte das Unternehmen mit. Zudem sei wichtig, dass Anwohner für die Müllentsorgung die Zugänge zu ihren Tonnen schnee- und eisfrei machten.
15:45 Uhr: Tierhalter sollen Vorkehrungen treffen
Das brandenburgische Landwirtschaftsministerium und der Verband der beamteten Tierärzte des Landes haben die Tierhalter in Brandenburg dazu aufgerufen, Vorkehrungen zu treffen, um Tierleid zu vermeiden. Dies gelte insbesondere für im Freiland gehaltene Tiere. Die Tiere müssten nach dem Tierschutzgesetz so gehalten werden, dass sie die Möglichkeit hätten, "ausreichenden Witterungsschutz aufsuchen zu können". Im bevorstehenden Fall gehe es da vor allem um Windschutz. Außerdem sollten Vorkehrungen für die Trinkwasserversorgung der Tiere mit ausreichend nicht gefrorenem Tränkwasser und Futter getroffen werden. Neben Nutztierhaltern seien auch alle anderen Tierhalter dazu aufgerufen, entsprechend für ihre Tiere zu sorgen, hieß es weiter. Im vergangenen Winter waren in Brandenburg mehrere Kühe auf einer vereisten Wiese erfroren.
15:20 Uhr: Schulen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz bleiben geschlossen
Wegen der Unwetterlage bleiben am Freitag alle Schulen in Oberspreewald-Lausitz (Grund- und Oberschulen, Förderschulen, Gymnasien sowie das OSZ) geschlossen, hieß es in einer Pressemitteilung des Landkreises am Donnerstagnachmittag. Eine Notbetreuung sei sichergestellt.
Auch Kindertagesstätten sollen geschlossen bleiben - auch für sie werde eine Notbetreuung eingerichtet. Der Busverkehr einschließlich des Schülerverkehrs soll soweit wie möglich aufrechterhalten werden. Dennoch könne es aufgrund der Witterung zu Verspätungen oder Ausfällen kommen, hieß es.
Zuvor hatte das Brandenburger Bildungsministerium mitgeteilt, der Schulbesuch sei freigestellt. Die Brandenburger Schulen sollen den Angaben zufolge aber grundsätzlich geöffnet sein. Ihnen stehe es jedoch frei, den Unterricht früher enden zu lassen.
15:16 Uhr: Berliner Schüler können zuhause bleiben
Eltern in Berlin ist es, wie in Brandenburg auch, freigestellt, ob sie ihre Kinder am Freitag aufgrund der Wetterlage in die Schule schicken oder nicht. Das hat Bildungssenatorin Günther-Wünsch von der CDU im Bildungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses bekanntgegeben.
14:23 Uhr: Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Freitag vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. Die Warnung gilt ab 3 Uhr morgens und ist voraussichtlich bis Samstagmorgen um 3 Uhr gültig, wie es in einer Mitteilung heißt.
Die Warnung gilt für Berlin und folgende Gebiete in Brandenburg: Kreis Barnim, Kreis Dahme-Spreewald, Kreis Havelland, Kreis Märkisch-Oderland, Kreis Oberhavel, Kreis Oder-Spree, Kreis Ostprignitz-Ruppin, Kreis Potsdam-Mittelmark, Kreis Prignitz, Kreis Teltow-Fläming, Stadt Brandenburg, Stadt Frankfurt (Oder), Stadt Potsdam.
Ab Freitagvormittag ziehe aus Südwesten anhaltender und teils kräftiger Schneefall mit markanten Neuschneemengen auf. "Im Zusammenspiel mit einem bereits in der Nacht zum Freitag zunehmend böigem Ostwind können starke Schneeverwehungen auftreten." Es müsse mit starken Einschränkungen auf Straßen und Wegen gerechnet werden.
13:25 Uhr: Union Berlin ruft zum Schneeschippen auf
Um das Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05 trotz des angekündigten Wintereinbruchs zu sichern, hat Union Berlin seine Anhänger zum Schneeschippen aufgerufen.In einer Mail an die Fanclubs des Fußball-Bundesligisten heißt es, das Stadion an der Alten Försterei müsse voraussichtlich von "Schnee- und Eismassen" befreit werden, um das für Samstag (15.30 Uhr) geplante Heimspiel gefahrlos über die Bühne zu bringen. "Vorsorglich könnt ihr auch gern euren Schneeschieber von zu Hause mitbringen", heißt es in der Rundmail, die dem rbb vorliegt.
12:44 Uhr: BER rechnet mit Behinderungen
Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat nach Angaben der Betreibergesellschaft zwar Vorkehrungen für den starken Schneefall ab Freitag getroffen, rechnet aber dennoch mit Behinderungen im Flugverkehr. "Von dem massiven Wintereinbruch sind mehrere Flughäfen betroffen, Abflüge verzögern sich, Flugpläne geraten durcheinander, es kann zu starken Verspätungen und auch zu Flugstreichungen durch die Airlines kommen", teilte eine Sprecherin mit. Verspätungen und Flugstreichungen seien möglich. "Passagiere werden gebeten, den Status ihres Fluges regelmäßig zu prüfen und sich auf winterliche Bedingungen bei An- und Abreise einzustellen", so die Empfehlung.
12:11 Uhr: Brandenburger Eltern sollen selbst über Schulbesuch entscheiden
In Brandenburg können die Eltern von Schulkindern wegen der Wetterlage selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder am Freitag in die Schule schicken oder nicht. Das teilte das Bildungsministerium in Potsdam am Donnerstag mit. Demnach gelten Kinder am Freitag als entschuldigt, wenn ihre Eltern sie wegen der besonderen Wetterlage zu Hause lassen, heißt es in einer Mitteilung. Die Brandenburger Schulen sollen den Angaben zufolge aber grundsätzlich geöffnet sein. Ihnen stehe es jedoch frei, den Unterricht früher enden zu lassen.
10:34 Uhr: Verkehrsminister: Fahrten verschieben
Der Brandenburger Verkehrsminister Detlef Tabbert (parteilos) rät, nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verschieben oder deutlich mehr Zeit einzuplanen. Der Winterdienst des Landes sei mit Räum- und Streufahrzeugen unterwegs. "Unsere Teams sind im ganzen Land im Einsatz, wenn alle ein bisschen mehr Rücksicht nehmen und den Fahrstil anpassen, kommen wir gemeinsam besser durch diesen Wintertag."
9:23 Uhr: Bahn streicht Verbindungen
Unterdessen hat die Deutsche Bahn schon ab Donnerstagnachmittag einige Verbindungen im Norden und Nordosten Deutschlands gestrichen. Zudem wird es zu Verspätungen kommen, da die Schnellzüge ihre Höchstgeschwindigkeit drosseln werden. Fahrgäste, die bis einschließlich Mittwoch ein Ticket für eine Reise zwischen Donnerstag und Samstag gekauft haben, können dieses flexibel zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.
08:53 Uhr: Tief "Elli" im Anflug - DWD spricht von "extremer Wetterlage"
Eis, schlechte Sicht und Schneeverwehungen: Wegen des Sturmtiefs "Elli", das am Freitag heranzieht, rufen Behörden zu besonderer Vorsicht auf.
"Das wird schon eine extreme Lage", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Potsdam zum Winterwetter am Freitag. Es bringt auch nach Berlin und Brandenburg Schneefall, teils gefrierenden Regen und starken Ostwind. Bis zu zehn Zentimeter Schnee können am Vormittag fallen, wie der DWD-Wetterfachmann sagte. Im Süden Brandenburgs könne der Niederschlag dann in Regen übergehen.
In manchen Regionen treten nach der bisherigen DWD-Prognose Windböen mit 50 bis 60 Kilometern in der Stunde auf. Es kann dann zu Schneeverwehungen kommen. Auch Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr sind möglich - in Gebieten, in denen "der Wind durchpeitschen kann", so der Meteorologe.
Bremen: Experte rechnet mit bis zu 15 Zentimeter Schnee im Land Bremen

Besonders am Freitag muss mit viel Schnee und starkem Wind gerechnet werden. Aber auch danach könnte es weiter schneien.
Am Donnerstagmorgen hat es bereits geschneit, was erwartet uns im Laufe des Tages?
Vor allem dichte Wolken mit gelegentlichem Niederschlag bis in den Nachmittag hinein. Hauptsächlich Schneefall, der auch in Schneeregen oder Regen übergehen kann. Es muss überall mit Glätte gerechnet werden. Ab dem Nachmittag wird es vorerst trockener bei bis zu 2 Grad in Bremen.
In der Nacht zu Freitag soll es am schlimmsten werden. Was erwartet uns?
In der zweiten Nachthälfte zu Freitag beginnt es wieder zu schneien. Zunächst leicht, dann immer kräftiger mit entsprechender Glättegefahr. Örtlich kann es auch Schneeverwehungen geben. Dazu kommt ein starker Wind. ARD-Wetterexperte Martin Gudd warnt vor schneesturmartigen Wetterverhältnissen. Er geht davon aus, dass die Schneedecke in Bremen und umzu auf zehn bis 15 Zentimeter Dicke anwächst, vielleicht sogar noch mehr.
Ist dann am Freitagnachmittag das Schlimmste überstanden?
Das lässt sich noch nicht ganz genau sagen. Voraussichtlich wird der Schneefall dann schwächer und die Temperatur geht etwas über 0 Grad. Dann würde die Schneedecke laut Gudd im Stadtgebiet bei etwa 15 Zentimeter bleiben. Spätestens Samstagfrüh dürfte es aber — zumindest vorerst — mit dem Schneefall vorbei sein. Dafür wird es wieder frostiger und die Höchstwerte sinken bis zum Wochenanfang unter den Gefrierpunkt.
Im Gegensatz zu früher scheinen die Schneetage in Bremen deutlich weniger geworden zu sein. Täuscht der Eindruck oder ist das tatsächlich so?
Das stimmt tatsächlich und lässt sich auch statistisch belegen: Von etwas über 20 Tagen mit Schneedecke vor 60 oder 70 Jahren haben sich die Tage mit Schneedecke auf aktuell etwa sieben bis neun Tage pro Jahr verringert. Auch die Tage mit Schneefall generell sind weniger geworden, genauso wie die Zeitspanne kürzer geworden, während der Schnee fällt.
Hessen: Schnee, Regen und Wind bringen einen riskanten Wetter-Mix nach Hessen

Gefährliche Wetterlage in Hessen: Schnee und gefrierender Regen können zu Glätte und Verkehrsproblemen führen. Behörden, Winterdienste und Verkehrsbetriebe bereiten sich auf unruhige Stunden vor.
Sturmtief "Elli" sorgt in Hessen in der Nacht und am Freitag für heikles Wetter. Niederschläge, die sich von Süd nach Nord über das Land ausbreiten, könnten sich zu einer gefährlichen Mischung aus Schnee, Regen und Eis entwickeln, warnte hr-Meteorologe Michael Köckritz.
Spiegelglatte Flächen durch gefrierenden Regen
"Von Donnerstagabend bis frühmorgens ist mit Glätte zu rechnen, besonders im bergigen Bereich." Am Abend zogen die ersten Niederschläge aus Südwesten herein. Sie fielen angesichts steigender Temperaturen zunehmend als Regen.
Dort, wo die Tropfen auf gefrorenen Boden fallen, können sie sich in spiegelglatte Eisflächen verwandeln. Das ist nicht nur für Autofahrer gefährlich, auch Fußgänger müssen auf den rutschigen Gehwegen aufpassen.
Auch Schnee sorgt auf den Straßen für Probleme. Auf der B417 zwischen Wiesbaden und Rabengrund stand ein Lkw am Abend quer. Die Straße wurde vorübergehend gesperrt. In Hünfelden (Limburg-Weilburg) stand nach Polizeiangaben ein Linienbus quer.
In Kelkheim (Main-Taunus) kam ein Bus einen Berg nicht mehr hoch und wurde abgestellt. Verletzt wurde niemand. Sonst blieb es bis zum späten Abend ruhig, größere Behinderungen wurden zunächst nicht gemeldet.
Regen im Süden, Schnee im Norden
Die Niederschläge sollten sich im Laufe der Nacht bis nach Nordhessen ausbreiten, wo angesichts niedrigerer Temperaturen mit reichlich Schnee zu rechnen ist. Örtlich könnten bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen, so Köckritz.
In Hessisch Lichtenau (Werra-Meißner) zog die Feuerwehr für etwaige Einsätze vorsichtshalber Schneeketten auf die Reifen ihrer Fahrzeuge auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor markantem Wetter in weiten Teilen Hessens.
Innenminister Poseck ruft zur Vorsicht auf
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) rief angesichts der erwarteten Gefahren durch Schnee und Glätte zu Vorsicht auf. "Auch wenn Hessen nach derzeitiger Prognose weniger stark betroffen ist als andere Bundesländer, können Schnee- und Regenfälle gefährlich werden", erklärte er.
Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste seien vorbereitet, dennoch könne jeder einzelne durch umsichtiges Verhalten dazu beitragen, Risiken zu minimieren, so Poseck.
Straßenmeistereien sehen sich gerüstet
Die 46 Straßenmeistereien in Hessen sehen sich für die erwarteten schwierigen Verhältnisse gut gerüstet. Wie die zuständige Straßenbehörde Hessen Mobil mitteilte, umfasst die Vorbereitung auch länger anhaltende Einsätze bis hin zum Winterdienst rund um die Uhr, betonte Sprecher Dirk Kronewald.
Der Behörde stehen dafür rund 1.000 Mitarbeitende sowie etwa 390 Streu- und Räumfahrzeuge zur Verfügung, um die rund 15.200 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Hessen möglichst sicher befahrbar zu halten.
Sturmböen in den Bergen
Auch der Freitag steht unter dem Einfluss von Tief "Elli" und bringt Wind und Niederschläge nach Hessen. Vor allem der Wind kann mancherorts problematisch werden.
In Südhessen sind starke, teils stürmische Böen zu erwarten. An exponierten Lagen sind sogar Sturmböen möglich: Auf den Bergen des Odenwaldes, des Taunus, des Vogelsbergs und der Rhön werden Böen von bis zu 85 km/h erwartet.
Die schauerartigen Niederschläge fallen zunächst nur in höheren Lagen ab etwa 700 bis 800 Metern als Schnee. Die Höchstwerte liegen zwischen 1 und 7 Grad. Im Tagesverlauf wird es jedoch verbreitet nass, gleichzeitig sinkt die Schneefallgrenze von Norden her langsam wieder ab.
Am Freitagabend liegt sie in Südhessen voraussichtlich noch bei rund 500 Metern, in den übrigen Landesteilen bereits bei 200 bis 300 Metern – teilweise schneit es bis in Tallagen. Örtlich drohen Schneeverwehungen. "Wir können davon ausgehen, dass es am Freitag im abendlichen Berufsverkehr wieder zu Problemen kommen kann", so hr-Meteorologe Köckritz.
Verspätungen und Zugausfälle im Bahnverkehr möglich
Die Deutsche Bahn bereitet Fahrgäste angesichts der Witterung noch bis Samstag auf Verspätungen und Zugausfälle vor. In Hessen ist insbesondere die Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln betroffen, auf der vorsorglich die Höchstgeschwindigkeit reduziert wird.
Dadurch kann es zu Verspätungen und verpassten Anschlüssen kommen. "Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können", heißt es auf der Internetseite der Bahn.
Mehr Personal nachts im Frankfurter Nahverkehr
In Frankfurt hält die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) in den Nächten bis Montag zusätzliches Personal bereit, um auf die winterliche Witterung vorbereitet zu sein. Für Straßenbahnen stehen beheizbare Weichen zur Verfügung, zudem ist der Winterdienst verstärkt im Einsatz, um Fahrwege, Gleise und Haltestellen von Schnee und Eis zu befreien.
Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) warnte unterdessen, dass es in Teilen des Verbundgebiets durch gefrierende Nässe, Eis und Neuschnee zu Einschränkungen im Busverkehr kommen kann. Verspätungen und Ausfälle seien möglich.
Ausfälle und Verspätungen bei Flügen möglich
Auch der Frankfurter Flughafen bereitete sich auf Sturmtief "Elli" vor. Witterungsbedingt könne es zu Verspätungen und vereinzelten Flugausfällen kommen, teilte Betreiber Fraport auf seiner Homepage mit. Fluggäste sollten deshalb vor Anreise zum Flughafen unbedingt Ihren Flugstatus prüfen.
Abfliegende Passagiere werden um eine frühzeitige Anreise gebeten. So sollen sich Fluggäste am Freitag und Samstag drei Stunden vor Abflug im Terminal einfinden. Fraport wies dabei auf aktuelle Einschränkungen im Zugverkehr zwischen Mainz, Wiesbaden und Frankfurt hin.
Wegen Glättebildung wurde der Betrieb der Hochbahn Sky Line zwischen den Terminals 1 und 2 am Donnerstag eingestellt. Es verkehre ein Busersatzverkehr. Für Transfers zwischen den den Terminals 1 A/Z und 1 B stehe ein Shuttle-Service bereit.
Probleme mit der Müllabfuhr
Wegen des Schnees werden gegenwärtig viele Mülltonnen gerade in höheren Lagen in Hessen tagelang nicht geleert. "Die können dann mehrere Tage am Straßenrand stehen", sagte Peter Hohenstatt vom Entsorgungsunternehmen Knettenbrech + Gurdulic in Wiesbaden.
"Wir versuchen später nachzufahren, wenn es das Wetter erlaubt. Alle ein, zwei Tage fahren die Jungs wieder hin und gucken, ob die Abfuhr wieder geht."
Weitere unruhige Nacht folgt
Und wie geht es weiter? Auch die Nacht zum Samstag wird nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unruhig. Gebietsweise kann erneut kräftiger Schneefall auf Hessen niedergehen. In Südhessen mischen sich Regen und Schneeregen darunter. Die Tiefstwerte liegen zwischen 2 Grad im Süden und minus 4 Grad im Norden, in den Bergen sind bis zu minus 6 Grad möglich. Erneut kann es glatt auf den Straßen werden.
Nordrhein-Westfalen: Live-Ticker zum Sturmtief "Elli": Die Wetter-Lage in NRW

Sturmtief "Elli" bringt stürmische Böen, Regen und erneut Schnee - es besteht Glatteisgefahr. Die Lage im Live-Ticker. Unsere WDR-Reporter liefern euch Updates aus NRW.
Probleme bei der Darstellung? Hier geht es zum Ticker.
Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz startet das Abitur mit Schnee, Eis und einer WhatsApp-Kerze

Am Freitag beginnt das schriftliche Abitur in Rheinland-Pfalz. Weil Schnee und Eis das Land im Griff haben, fragen sich viele: Was, wenn ich es nicht zur Schule schaffe?
Mit den ersten schriftlichen Abiturprüfungen wird es bis zum 30. Januar ernst für etwa 13.000 Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz. So viele werden in diesem Jahr nach Angaben des Bildungsministeriums zu den Prüfungen antreten. Dazu kommen allerdings noch ungefähr 3.000 Prüflinge, die nicht auf ein G9-Gymnasium oder eine Integrierte Gesamtschule gehen. Sie besuchen beispielsweise ein berufliches Gymnasium, an denen die Prüfungen etwas später im Halbjahr abglegt werden.
- Welche Fächer sind bei diesem Abiturjahrgang am beliebtesten?
- Wie viele Schülerinnen und Schüler haben das Abitur 2025 bestanden?
- Können die Prüfungen zum Abitur wegen Schnee und Eis verschoben werden?
- Was, wenn ich es nicht pünktlich oder gar nicht zur Prüfung schaffe?
- Was hat es mit der WhatsApp-Kerze auf sich?
Welche Fächer sind bei diesem Abiturjahrgang am beliebtesten?
Die meisten Abiturprüfungen werden in diesem Jahr in Englisch abgelegt. Wie das Bildungsministerium mitteilt, haben knapp 8.000 der etwa 13.000 Abiturientinnen und Abiturienten Englisch als Leistungskurs gewählt. Auf Platz 2 der beliebtesten Leistungsfächer folgt Biologie (etwa 6.600), danach das Fach Deutsch (etwa 4.600). Ebenfalls häufig gewählt: Erdkunde (oder Geografie) mit etwa 4.500 Prüflingen und Mathematik (circa 4.200).
Wie viele Schülerinnen und Schüler haben das Abitur 2025 bestanden?
Gute Nachrichten für alle Schülerinnen und Schüler, die Angst haben, bei den Prüfungen für das Abitur durchzufallen: Im Abiturjahrgang 2025 haben 95 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz bestanden.
Das Bildungsministerium weist jedoch daraufhin, dass die übrigen fünf Prozent nicht als Durchfallquote zu verstehen sind. In dieser Zahl sind auch diejenigen enthalten, die gar nicht erst zum Abitur angetreten sind - beispielsweise, weil ihre Noten bereits zuvor zu schlecht waren. "Die eigentliche 'Durchfallquote' dürfte damit deutlich geringer sein, sie wird aber nicht in der Schulstatistik erfasst", so ein Ministeriumssprecher.
Können die Prüfungen zum Abitur wegen Schnee und Eis verschoben werden?
Klare Antwort: nein. "Trotz des angekündigten Winterwetters werden die Abiturprüfungen regulär stattfinden", heißt es aus dem Bildungsministerium. Grundsätzlich könnten die Schulen selbst darüber entscheiden, ob sie bei schlechten Witterungsverhältnissen geschlossen bleiben. Eine Verschiebung eines Abiturtermins oder mehrerer -termine für alle Schülerinnen und Schüler sei aber "nicht verhältnismäßig". Die Termine stünden bereits lange fest und die Prüflinge hätten sich auch auf den jeweiligen Termin vorbereitet.
Was, wenn ich es nicht pünktlich oder gar nicht zur Abitur-Prüfung schaffe?
Für diesen Fall weist das Bildungsministerium auf die bestehenden Absprachen hin: Wenn jemand merkt, dass er oder sie es nicht rechtzeitig zur Schule schafft, dann sollte man schnellstmöglich die Schule informieren. Die Verantwortlichen haben dann die Möglichkeit, den Prüfungszeitraum, der eigentlich um 9 Uhr beginnt, für die betroffenen Schülerinnen und Schüler nach hinten zu verschieben.
Wer "trotz aller Bemühungen" gar keine Möglichkeit sieht, am Tag der jeweiligen Abiturprüfung zur Schule zu kommen, muss sich bei der Schule melden und eine nachvollziehbare Begründung abliefern. Im Anschluss wird den Schülerinnen und Schülern ein alternativer Termin zum Nachschreiben der Prüfung angeboten. So sieht es die Abiturprüfungsordnung auch für andere Fälle, wie Krankheit, vor.
Was hat es mit der WhatsApp-Kerze für Abiturienten auf sich?
Dahinter steckt eine gemeinsame Abitur-Aktion des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz. An jedem zentralen Prüfungstag können Abiturientinnen und Abiturienten sich ein Segensvideo per WhatsApp schicken lassen. Ein Chatbot nimmt dafür die Segenswünsche, Fach und Prüfungstag auf. Bis 8 Uhr erhalten die Prüflinge am Prüfungstag dann per WhatsApp oder Mail das Video.
Social-Media-Beitrag auf TikTok von wersglaubt.wirdselig: "Du stehst kurz vor deinem Abschluss? Und hast ein Angstfach oder brauchst ein bisschen Beistand? Da bist du nicht allein. Wir zünden an deinem Prüfungstag eine Kerze für dich an. Ob katholisch, evangelisch oder was ganz Anderes: Jetzt ganz einfach auf abschlusssegen.de anmelden und per WhatsApp an deinem Prüfungstag ein persönliches Segensvideo bekommen. Link in Bio. #abi2026 #abitur #segen #lernen #prüfungsstress"
Die Besonderheit dabei: Wie das Bistum Speyer mitteilt, wird jede Kerze erst am Prüfungstag entzündet. "Das bedeutet, dass die Drehteams mit den Aufnahmen spätestens um 6 Uhr beginnen müssen, damit noch Zeit für Schnitt, Nachbearbeitung und das Hochladen bleibt", so eine Sprecherin des Bistums.
Man hätte natürlich auch mit vorproduzierten Videos arbeiten können, aber den Kirchen gehe es darum, authentisch zu sein "und den Menschen wirklich einen Schub für ihren besonderen Tag zu geben – die Kerze soll während der Prüfung brennen".
Saarland: Stadt Merzig wartet seit vier Jahren auf Notschlafstelle

Seit vier Jahren versucht die Stadt Merzig eine Notschlafstelle für Bedürftige einzurichten. Doch es gibt immer wieder Verzögerungen. Der Bürgermeister von Merzig erhebt nun Vorwürfe gegen das zuständige Sozialministerium.
Die Stadt Merzig wartet nach eigenen Angaben schon lange auf eine Genehmigung für eine Notschlafstelle für bedürftige Menschen: Seit vier Jahren versuche man gemeinsam mit dem Caritasverband Saar-Hochwald und dem Landkreis Merzig-Wadern eine Notschlafstelle mit einem "tagesstrukturierenden Angebot" in Merzig möglich zu machen.
Doch es habe immer wieder Verzögerungen gegeben, weil das zuständige Sozialministerium Nachforderungen bezüglich Barrierefreiheit hatte. Auch ein Zusatzprojekt zur Betreuung von Menschen, die versuchen, wieder eine Wohnung für sich zu finden, wurde seitens des Ministeriums gefordert.
Vier Winter ohne Hilfe in Merzig
"Es sind, seitdem wir uns an das Land gewandt haben, vier Winter vergangen, in denen Menschen hier in Merzig, die dringend Hilfe benötigen, keine erhalten haben", so Oberbürgermeister Marcus Hoffeld.
Er forderte das Land auf, die nötige Finanzierung nun zu gewähren, "so dass ab dem nächsten Winter Hilfebedürftige in Merzig nicht mehr alleine gelassen werden".
Ministerium weist Vorwürfe zurück
Das Sozialministerium weist auf SR-Anfrage die Vorwürfe der Stadt Merzig zurück, es würde die Genehmigung der Notschlafstelle verzögern. Es bedauere, dass der Prozess so lange dauere. Die Idee, unter anderem eine Notschlafstelle als kurzfristige Unterkunft für bedürftige Menschen wie Wohnungslose zu bauen, habe das Ministerium vor etwa vier Jahren erreicht. Man habe das Projekt direkt unterstützt.
Die Notschlafstelle in Merzig sei "ein saarländisches Leuchtturmprojekt, das es in dieser Form im Saarland bisher noch nicht gab". Eine Neuetablierung gehe aber immer auch mit besonderen Herausforderungen einher.
Das Sozialministerium ist nach eigener Aussage "selbst nicht zufrieden damit, dass der Prozess einen so langen Zeitraum in Anspruch genommen hat". Die Verzögerungen lägen aber daran, dass es so viele beteiligte Akteure gebe.
Inzwischen liege ein Vertragsentwurf vor. Das Ministerium warte auf Rückmeldung des Caritasverbands.
Sachsen: Leipziger Baumwollspinnerei lädt zum Winterrundgang – mit neuer Galerie

Der Rundgang in der Leipziger Spinnerei ist im Winter zwar kleiner als im Frühjahr – doch das Kunst-Event zum Auftakt des neuen Jahres lockte zuletzt immer mehr Menschen auf das Galerie-Gelände im Westen der Stadt. Am Samstag steigt die 20. Ausgabe "mit ein bisschen mehr Lametta". Zum Jubiläum zu sehen sind lokale wie internationale Künstlerinnen und Künstler in gleich 18 Ausstellungen. Und es gibt Zuwachs: die Galerie Kämper öffnet zum Rundgang erstmals ihre Türen.
- Am Samstag startet Leipzig mit dem Winterrundgang in der Spinnerei ins neue Kulturjahr 2026.
- Gezeigt werden Werke von regionalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern.
- In diesem Jahr wird das 20. Jubiläum des Rundgangs gefeiert.
Der Winterrundgang in den Galerien der Leipziger Spinnerei ist längst nicht so groß wie die traditionellen Rundgänge im Frühjahr und Herbst, doch in den vergangenen Jahren hat er beständig kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher in den Leipziger Westen gelockt.
In diesem Jahr wird sogar schon das 20. Jubiläum des Events gefeiert. Das Publikum kann sich am Samstag auf die Eröffnung von 15 Einzelschauen und drei Gruppenausstellungen freuen.
In der Galerie Eigen+Art ist unter dem Titel "Aligned Mirrors", also "Ausgerichtete Spiegel", die erste Einzelausstellung von Stefan Guggisberg, Meisterschüler von Neo Rauch, zu sehen. In der Galerie empfangen das Publikum dystopische Atmosphären: Vier Gemälde, großformatige Papierarbeiten, offenbaren surreale Landschaften. Tropfen und Schlieren durchziehen die Bilder, dunkle Felsgebilde erscheinen verfremdet. Korallen und Schwämme zeigen sich in Gewässern als amorphe Gebilde – nicht ganz von dieser Welt: Auch Chemie schien sie geformt zu haben. Reflexe laden die Szene zusätzlich auf. Die fluoreszierende Farbigkeit der Bilder zieht die Blicke auf sich.
Leipziger Künstlerin in Galerie Kleindienst
Die Galerie Kleindienst stellt ab Samstag die Malerin Henriette Grahnert aus. Ihre Bilder verbreiten oft spielerisch Frohsinn: Abstrahierte Elemente, Probestriche, Farb-und Mustertests, Kleckse formen Figuren zu Collagen – in, auf den ersten Blick, harmlosen Interieurs. Es sind Innenansichten, die bei längerem Betrachten Humor und Ironie freisetzen.
So klärt etwa das Gemälde "Sybille und Horst" eine Paarbeziehung zwischen zwei Stühlen, wie Henriette Grahnert erklärt: "Ich versuche, diesen Gegenständen ein Wesen einzuhauchen, eine Seele. Und hier ist es dünnes Gestänge, es könnte eine Art Spaghetti-Stuhl sein, der ein bisschen in die Jahre gekommen ist, mit seinen Beinen auf einem Holzstuhl kitzelt – und der Holzstuhl hat einen Schatten. Der Metallstuhl nicht."
Ein Grund zum Feiern: 20 Jahre Winterrundgang in Leipzig
Die Galerie Jochen Hempel wiederum setzt dieses Jahr auf internationale Positionen. Präsentiert werden Malereien der in Chile lebenden Künstlerin Dominique Bradbury sowie Installationen der finnischen Konzeptkünstlerin Elsa Salonen. Leben und Tod sind ihre Themen, Lebenskraft und Vergänglichkeit. In einem alchemistischen Verfahren extrahiert Elsa Salonen etwa Farben aus Blüten und stellt deren Energie in Konzentraten neben den immer noch schönen, aber leblosen, Pflanzenkörpern aus.
Der diesjährige Winterrundgang sei ein besonderer, betont Galerist Jochen Hempel: "Zum einen ist es der 20. Winterrundgang, den wir feiern. Alle Galerien haben sich dieses Jahr ein bisschen mehr Mühe gegeben – ein bisschen mehr Konfetti, ein bisschen mehr Lametta." Für ihn sei der gute Mix zwischen dem Nationalen und dem Internationalen das, was die Spinnerei in Leipzig ausmache.
Kunst, die an Caspar David Friedrich erinnert
Die Galerie Reiter präsentiert indessen Bilder des in Dresden studierten Malers Clemens Tremmel, dessen Gemälde in Öl, auf Aluminium oder Messing, auch im Großformat motivische sowie ideelle Bezüge zur romantischen Malerei Caspar David Friedrichs aufweisen. Still stehen die Berge, feinziseliert, pastos und schön. Doch dort, wo es heftig pittoresk zu werden droht, gibt es auch mal Löcher im Bild – oder Kuben, die sich dreidimensional herausschieben.
Clemens Tremmel betont: "Landschaftsmalerei kann schnell in Kitsch abrutschen und ich bin dann irgendwann bei unterschiedlichen Metallplatten gelandet." So habe er viel mehr Möglichkeiten, Farbe wieder wegzunehmen oder auch im Nachhinein in das Metall zu kratzen, Arbeiten zu zerstören bzw. zu erweiteren und Flächen auch mal freizulassen.
In die Ausstellungsräume der Halle 14 locken am Samstag Experimente wie Klanginstallationen und ein Angebot für Kinder und Familien. Und es gibt Zuwachs auf dem Spnnerei-Gelände: Zum Winterrundgang öffnet die Galerie Kämper erstmals ihre Türen und startet mit einer Ausstellung der Leipziger Malerin Lena Stühmeier.
Hinweise zum Spinnerei-Rundgang:
Leipziger Baumwollspinnerei
Spinnereistraße 7
04179 Leipzig
Winterrundgang der Spinnerei Galerien 2026
Samstag, 10. Januar 11 bis 19 Uhr
Ein Anmeldung ist nicht notwendig.
Sachsen-Anhalt: Schnee, Sturm, Glatteis: Sturmtief "Elli" nimmt Kurs auf Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt bereitet sich auf den ersten Wintersturm der Saison vor. Tief "Elli" zieht von Nordwesten auf und bringt Schnee, Schneeverwehungen und die Gefahr von Glatteis. Die Menschen müssen sich auf Probleme und Einschränkungen einstellen.
Sturmtief "Elli" wird in der Nacht zu Freitag auf Sachsen-Anhalt treffen. Davon geht das MDR-Wetterstudio aus und spricht von "brisantem Wetter". Schon nachts gibt es weiteren Schnee. Am Freitag herrscht dann im Norden Dauerfrost, im Burgenlandkreis sind Plusgrade möglich.
Während in Altmark und Börde weiter mit Schnee und Schneeverwehungen gerechnet werden muss, kann der Regen im Süden des Landes zu Glatteis führen. Am Wochenende sei die kalte Luft dann wieder da. Für die Nacht zu Sonntag rechnen die MDR-Wetterexperten auch im Flachland mit Temperaturen von bis zu -15 Grad.
Der Deutsche Wetterdienst warnt in den nördlichen und mittleren Teilen Sachsen-Anhalts vor Schneeverwehungen. Die amtliche Unwetterwarnung (Stufe 3 von 4) gilt von Freitag sieben Uhr bis Samstag um sieben Uhr.
Ob Präsenzunterricht stattfinden muss, liegt bei Schulleitungen, Schulträgern und Beförderungsunternehmen. Sie könnten über einen Ausfall entscheiden. Darauf hat das Landesschulamt am Donnerstag hingewiesen. Laut Bildungsministerium soll es, soweit möglich und erforderlich, Betreuungsangebote geben.
Unterricht an vielen Schulen in Sachsen-Anhalt am Freitag nicht in Präsenz
Der Landkreis Jerichower Land teilte mit, dass es am Freitag keine Schülerbeförderung geben wird. Im gesamten Kreis findet demnach kein Präsenzunterricht statt. Schulen seien aufgefordert, eine Notbetreuung bereit zu stellen und soweit möglich Distanzunterricht anzubieten. Eltern sollen sich an die Schulen ihrer Kinder wenden.
Der Landkreis Harz reagiert ähnlich auf das angekündigte Winterwetter. Er teilte mit, dass an den meisten Sekundarschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen am Freitag ebenfalls der Präsenzunterricht ausfällt. Wo regulärer Unterricht stattfindet und weitere Infos finden Sie hier.
In den Kreisen Börde und Salzlandkreis sowie im Altmarkkreis Salzwedel werden am Freitag ebenso keine Schüler befördert. Landrat Steve Kanitz (SPD) sieht seinen Altmarkkreis gut vorbereitet. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Feuerwehrhäuser seien Leuchttürme. Man könne Einrichtungen mit Notstromaggregaten aushelfen. "Deshalb ist mir nicht bang, aber wir sind in der erhöhten Bereitschaft."
In der Stadt Dessau-Roßlau wird die Schülerbeförderung laut Verwaltung am Freitag aufrecht erhalten. Es kann allerdings zu Verspätungen kommen. Einzelne Schulen haben eigene Maßnahmen ergriffen, so bleibt etwa das Anhaltische Berufsschulzentrum "Hugo Junkers" am Freitag geschlossen. Auch hier sind Eltern angehalten sich über die Regelungen bei den jeweiligen Schulen zu informieren.
Wetter mit Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Die Landeshauptstadt Magdeburg erklärt, dass es wegen des Wetters zu Problemen bei der Müllabfuhr kommen kann. Die Wetterlage wirkt sich auch auf den Bahnverkehr aus. In der Domstadt soll allerdings laut den Verkehrsbetrieben der Straßenbahn- und Busverkehr möglichst zuverlässig fahren. Dafür sei der Winterdienst der MVB in voller Mannschaftsstärke bereit.
Im Fernverkehr müssen Fahrgäste Umwege in Kauf nehmen. Die IC-Züge zwischen Halle, Magdeburg, Hannover und Ostfriesland fahren nicht. Auch die ICE-Verbindung von Berlin über Stendal nach Frankfurt am Main ist eingestellt. Fahrgäste können ihre Tickets flexibel nutzen.
Harzer Schmalspurbahnen fahren nicht
Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) haben am Donnerstag bekannt gegeben, dass sie am Freitag den Verkehr größtenteils aussetzen werden. Grund ist das angekündigte Sturmtief. Lediglich ein Abschnitt im Südharz zwischen Nordhausen und Ilfeld Neanderklinik werde planmäßig befahren, teilten die HSB mit.
Der Autoverkehr im Harz rollt laut Landkreis derzeit reibungslos. Allerdings wird den Angaben nach die Brockenstraße (K 1356) ab Donnerstag 22 Uhr nicht mehr geräumt. Der Winterdienst soll erst ab Samstag wieder zum Einsatz kommen. "Wir raten dringend vom Besuch des Brockenplateaus ab, weil dort am 9. Januar wetterbedingt sämtliche Einrichtungen – Brockenhotel, Brockenbahnhof sowie das Brockenhaus – geschlossen haben", sagt Dennis Schlehuber, Leiter des Kreisstraßenbauhof. Der Landkreis teilte ebenfalls mit, dass von 9. Januar bis 12. Januar im Ort Schierke eine Einbahnstraßenregelung gilt, sie beginnt am Ortseingang Hagenstraße.
Eisbrecher auf dem Wasser unterwegs
Schon seit Mittwoch sind wegen der anhaltenden Minusgrade Eisbrecher auf dem Mittellandkanal und dem Elbe-Havel-Kanal rund um Magdeburg unterwegs. Laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe hatte sich schon eine Eisschicht von drei Zentimetern gebildet. Die Elbfähren Aken, Barby, Breitenhagen, Elster Ferchland-Grieben, Pretzsch, Rogätz und Werben fahren bis auf Weiteres nicht.
Hamburg: "White Tiger" ab heute vor Gericht: Angeklagtem drohen zehn Jahre Haft

Er nannte sich "White Tiger": Vor dem Hamburger Landgericht startet heute Mittag der Prozess gegen einen 21-Jährigen, der im Internet Kinder und Jugendliche zu Selbstverletzungen getrieben haben soll. Ein 13-Jähriger soll unter seinem psychischen Druck sogar Suizid begangen haben.
Der 21-Jährige aus Hamburg ist unter anderem wegen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes angeklagt. Ihm werden der Tod des 13-Jährigen und die Suizidversuche von weiteren Jugendlichen zur Last gelegt. Außerdem geht es um sexuellen Missbrauch und Körperverletzungen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 204 Taten an über 30 Kindern und Jugendlichen vor. Viele konnten noch nicht namentlich identifiziert werden. Er war im Sommer in der elterlichen Wohnung in Hamburg festgenommen worden.
Opfer aus mehreren Ländern
Die bekannten Opfer stammen unter anderem aus Deutschland, Finnland, Großbritannien, Kanada und den USA. Der Angeklagte soll Teil des internationalen pädokriminellen Netzwerks "764" gewesen sein. Der heute 21-Jährige soll die Taten im Internet begangen haben, indem er gezielt Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufgenommen hat, die psychisch labil waren. Er soll seine Opfer dann laut Anklage unter Druck gesetzt und bedroht haben.
"Ein Präzedenzfall für Folgeverfahren"
Der Prozess sei bislang einmalig, sagte die Hamburger Gerichtssprecherin Marayke Frantzen: "Hier stellen sich grundsätzliche Fragen, die in dieser Konstellation so konkret noch von keinem Gericht entschieden worden sind. Und auch nicht in dieser Dimension." Der Berichterstattung könne man entnehmen, dass auch gegen weitere Mitglieder der Gruppierung "764" ermittelt werde. Damit sei klar: "Dieses Verfahren kann ein Präzedenzfall auch für Folgeverfahren sein und ist auch deshalb wichtig."
82 Verhandlungstage und viele Videos
Das Gericht hat schon jetzt 82 Verhandlungstage bis Mitte Dezember angesetzt. Die Jugendstrafkammer wird vor allem viele Videos sichten und Chats zwischen dem Angeklagten und den mutmaßlichen Opfern verlesen müssen, sagte Gerichtssprecherin Frantzen. "Das Beweismaterial ist durchaus umfangreich und man hat sehr viel Videomaterial. Es soll Aufzeichnungen geben davon, wie miteinander gechattet worden ist und Kameraufzeichnungen, was diese Personen dann konkret getan haben. Was vielleicht vorher gesagt und geschrieben worden ist. Das wird man sich hier ganz konkret angucken und auswerten müssen."
Mit 16 erstmals bei der Polizei aufgefallen
Der Angeklagte war schon im Alter von 16 Jahren erstmals ins Visier der Polizei geraten. Verhaftet wurde er aber erst im vergangenen Juni. Sein Fall hat viele Besonderheiten. Auch bei dem Mord und den Mordversuchen, die ihm zur Last gelegt werden, hat er nicht selbst Hand angelegt. Er hat die Opfer laut Anklage dazu gebracht, das selbst zu tun. Mehrere mussten sich demnach zum Beispiel seinen Namen in die Haut ritzen.
"Selbstverletzende Handlungen sind nicht strafbar"
"Problematik ist im Ansatzpunkt, dass selbstverletzende Handlungen gar nicht strafbar sind", sagte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Mia-Christine Sperling-Karstens. "Die werden erst dann strafbar, wenn der Täter das Opfer als Werkzeug einsetzt, als Werkzeug gegen sich selbst oder gegen andere." Das setze aber wiederum voraus, dass er auch "Tatherrschaft" habe. "Das heißt, er muss wissen, dass das Opfer einen Defekt aufweist", sagte Sperling-Karstens. "Entweder ist das eine akute psychische Störung oder eine fehlende Einsichts- und Verstandesreife bei eben ganz jungen Kindern. Und so war es eben hier, wo wir es mit psychisch sehr labilen Kindern zu tun hatten."
Höchststrafe von zehn Jahren droht
Sollte der 21-Jährige tatsächlich am Ende wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft - er war bei den meisten Taten noch minderjährig. Seine Verteidigerin Christiane Yüksel geht allerdings davon aus, dass es nicht zur Höchststrafe kommen wird: "Ich glaube nicht, dass ihm die Mordvorwürfe nachgewiesen werden. Dass er in der Presse als 'Monster' hingestellt wird, das bekommt er mit und das berührt ihn auch. Ansonsten möchte ich nichts weiter zu seinem psychischen Befinden sagen."
Der Angeklagte will sich nicht äußern
Sie kündigte an, dass sich der Angeklagte schweigend verteidigen werde, das heißt: Er wird nichts zu den schweren Vorwürfen sagen. Wie der Prozess ablaufen wird und wie der 21-Jährige im Gericht auftritt, wird die Öffentlichkeit allerdings nicht erfahren. Weil der Angeklagte bei den meisten Taten noch Jugendlicher war, wird die Öffentlichkeit vom Prozess von Anfang an ausgeschlossen.
Mecklenburg-Vorpommern: 30 Jahre Euroregion Pomerania: Zwischen Erfolg und Herausforderungen

Die Euroregion Pomerania setzt seit 30 Jahren auf Zusammenarbeit. Doch viele Herausforderungen bleiben, die ein echtes Zusammenwachsen zwischen Deutschland und Polen behindern.
Zwei Länder, ein Ziel: Das Miteinander dies- und jenseits der deutsch-polnischen Grenze fördern. Die Euroregion Pomerania ist 30 Jahre alt geworden und in dieser Zeit sind viele Initiativen und Projekte entstanden. Etwa der Greifswalder Museumshafen und die Fußgängerbrücke über den Ryck sind dank der Euroregion realisiert worden, ebenso wie grenzüberschreitende Radwege und Kulturveranstaltungen. Die Europapromenade ist ein weiteres dieser Projekte: Zwölf Kilometer lang, ein direkter Weg von den Kaiserbädern auf Usedom bis nach Swinemünde - ohne eine spürbare Grenze. Doch während die Erfolge herausgestellt werden, bleibt die Frage, wie tiefgreifend diese Veränderungen die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen tatsächlich beeinflusst haben.
Zwei Vereine für 40.000 Quadratkilometer
Die Euroregion ist ein Zusammenschluss von Gemeinden und Institutionen in beiden Ländern. Aktuell wird sie noch von zwei Vereinen gemanagt. Auf der deutschen Seite ist es die Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania mit Sitz in Löcknitz. Daran sind unter anderem die Landkreise Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und die Mecklenburgische Seenplatte beteiligt, aber auch die Industrie- und Handelskammer, Stiftungen, Gemeinden und Vereine. Es gehören auch die beiden brandenburgischen Landkreise Uckermark und Barnim dazu. In Polen sind fast 100 Gemeinden aus der Woiwodschaft Westpommern Mitglied im "Stowarzyszenie Gmin Polskich Euroregionu Pomerania". Die Euroregion ist insgesamt 40.000 Quadratkilometer groß. Zum Vergleich: Mecklenburg-Vorpommern hat eine Fläche von 23.174 Quadratkilometern. Trotz aller Initiativen bleibt die Frage, ob die Menschen vor Ort von diesen Projekten tatsächlich profitieren.
Rund 500 Millionen Euro Fördergelder
Neben einem Informations- und Beratungsnetzwerk für Unternehmen, Institutionen und auch die Menschen in der Region, verwaltet die Pomerania einen Kleinprojektefonds. "Im Kleinprojektefonds sind über die Jahre über 3.500 grenzüberschreitende Initiativen gefördert worden, mit mehr als 350.000 deutschen und polnischen Beteiligten. Daran merkt man eigentlich, über diese 30 Jahre, welche Dimension das auch hat", sagt Michael Sack (CDU), Präsident der Kommunalgemeinschaft und auch Landrat in Vorpommern-Greifswald im aktuellen Pocast MV im Fokus. Über all die Jahre sind knapp 500 Millionen Euro Fördermittel geflossen. Der Präsident der polnischen Seite, Krzysztof Soska, berichtet, dass mittlerweile doppelt so viele Projektanträge eingereicht werden, wie Geld zur Verfügung steht. Das zeige, dass die Euroregion bekannt ist und auch ankommt bei den Menschen.
Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede
Das Zusammenwachsen - ein Kernziel der Euroregion ist - wird jedoch weiterhin durch erhebliche Sprachbarrieren sowie kulturelle Unterschiede erschwert. Viele Polen sprechen wenigstens ein bisschen deutsch, weil es als zweite Fremdsprache in der Schule angeboten wird. In Mecklenburg-Vorpommern ist polnisch nicht weit verbreitet. Der Wille zur Kommunikation ist aber ein entscheidender Faktor, so Krzysztof Soska.
Gründung einer zentralen Stelle
Um künftig besser und einfacher handeln zu können, wird im Moment ein europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) gegründet. "Das EVTZ ist ein juristischer Rahmen. Das heißt, wir haben dann eine ganz verbindliche juristische Person geschaffen, in der wir uns alle zusammen wiederfinden werden. Wir haben dann nämlich die Möglichkeit, darüber Fördermittel gemeinsam zu verwalten", erklärt Michael Sack. Die Idee ist, diesen Verbund nach polnischem Recht zu gründen, mit Sitz in Stettin. Dafür braucht es allerdings eine Haftungsfreistellung. Das sei wichtig, weil dadurch die beteiligten Länder und Organisationen vor Schäden geschützt werden, die aus der Zusammenarbeit entstehen könnten. In Mecklenburg-Vorpommern fehlt noch das nötige Gesetz dazu. Das soll aber demnächst im Kabinett und anschließend im Landtag besprochen und dann auch verabschiedet werden.
30 Jahre Euroregion Pomerania: Über die Erfolge und Herausforderungen sprechen wir in der aktuellen Folge des Podcasts MV im Fokus.
Niedersachsen: Winterblog: Alle Meldungen aus Niedersachsen vom Donnerstag zum Nachlesen

2026 hat mit einem heftigen Winter in Niedersachsen begonnen - in den kommenden Tagen bringt Tief "Elli" viel Schnee, Glätte und Eisregen. Im Liveblog halten wir Sie über Wetterlage und Ereignisse auf dem Laufenden.
23:42 Uhr - Das Wichtigste im Überblick:
- In ganz Niedersachsen fällt am Freitag der Präsenzunterricht an den Schulen aus
- Fährverkehr zu Nordseeinseln weitgehend eingestellt
- Zugausfälle und Verspätungen in Niedersachsen
- Eisschollen behindern Fährverkehr
- MHH ruft Menschen zur Vorsicht auf
- Wetterexperte erwartet heftige Schneefälle in der Nacht
- Wer muss den Gehweg räumen?
23:50 Uhr - Liveblog macht jetzt Pause - Gute Nacht!
In diesem Blog hat NDR.de Sie am Donnerstag über alle wichtigen Entwicklungen zum Wintertief "Elli" in Niedersachsen informiert. Der Liveblog macht jetzt eine kleine Pause - am Freitagmorgen geht es ab 5 Uhr mit neuen Entwicklungen an dieser Stelle weiter. Kommen Sie gut durch die Nacht!
23:39 Uhr - Minustemperaturen: Wasserversorger gibt Tipps
Der für die nächsten Tage zu erwartende Frost kann zu erheblichen Schäden an Wasserleitungen und Zählern führen, heißt es vom Wasserversorger Enercity aus Hannover. Das Unternehmen hat folgende Tipps:
- Kellerfenster immer schließen
- Heizkörper-Thermostate mindestens auf Frostschutz (Sternchen) stellen
- Wasserzähler mit Holzwolle oder Textilien vor dem Einfrieren schützen
- Besonders frostgefährdete Stellen beheizen, Isolierung allein reicht nicht
22:45 Uhr - Bahn rät von unnötigen Fahrten im Norden ab
Die Deutsche Bahn rät Reisenden dringend von unnötigen Fahrten ab. Wie das Unternehmen mitteilte, verkehren Züge des Nah- und Fernverkehrs im Norden zwar weiterhin, es gebe aber wetterbedingte Ausfälle, einen ausgedünnten Takt, eine verringerte Wagenanzahl und ein eingeschränktes Platzangebot.
21:14 Uhr - Busverkehr wird auch in Oldenburg eingestellt
Angesichts der Warnung vor starkem Schneefall wird auch in Oldenburg am frühen Freitagmorgen der Busverkehr eingestellt. Aus sicherheitsrelevanten Gründen werde der Verkehr aller Buslinien ruhen, teilte die VWG mit. Das gelte bis auf Weiteres. "Mit dieser frühen Entscheidung möchten wir unseren Fahrgästen zudem die Möglichkeit geben, sich frühzeitig auf die Situation einzustellen", schreibt das Unternehmen.
20:11 Uhr - Fährverkehr zu Nordseeinseln weitgehend eingestellt
An der Nordseeküste kommt der Fährverkehr von und zu den Inseln am Freitag weitgehend zum Erliegen. Lediglich von und nach Borkum sollen morgen Fähren fahren. Am Nachmittag wird bislang auch noch eine Verbindung von und nach Baltrum angeboten. Alle anderen Inselverbindungen sind nach Informationen von NDR Niedersachsen abgesagt. Auch die Inselflieger starten am Freitag nicht.
19:00 Uhr - Winterdienst Hildesheim hat "überraschend" wieder Salz
Der Winterdienst der Stadt Hildesheim ist am Freitag wieder handlungsfähig. Der Bauhof habe "überraschenderweise vier Lkw-Ladungen mit insgesamt etwa 100 Tonnen Streusalz vom Lieferanten erhalten“, teilte die Stadt am Donnerstagnachmittag mit. Damit würden etwa 300 Tonnen Vorrat zur Verfügung stehen. Zunächst sah es laut Stadt danach aus, dass dem Winterdienst in Hildesheim das Streusalz ausgehen würde und er nur eingeschränkt laufen könnte.
19:00 Uhr - Zugausfälle bei Erixx und Enno am Freitagmorgen
Das private Verkehrsunternehmen Erixx hat erste Ausfälle für Freitag bekannt gegeben. So sollen wegen der Wetterlage auf den Linien RE10, RB32, RB42/43 und RB47 einige Verbindungen am Morgen ausfallen. Aus seiner Webseite informiert das Unternehmen über weitere Ausfällen. Auch zwei Enno-Verbindungen zwischen Wolfsburg und Hildesheim fallen aus, weitere Züge des privaten Verkehrsunternehmens fahren nur mit einem Zugteil. Sollte es weitere Ausfälle am Morgen geben, sollen diese ebenfalls auf der Webseite des Unternehmens veröffentlicht werden.
19:00 Uhr - Edeka: Noch keine Hamsterkäufe
Man beobachte in den eigenen Märkten aktuell noch keine "auffälligen Bevorratungen", heißt es in einer Stellungnahme der Edeka Minden-Hannover. Der Großhandelskonzern versichert weiter, dass die Versorgung mit Waren trotz der widrigen Witterungsverhältnisse sichergestellt sei. Es gebe keinen Anlass, sich übermäßig zu bevorraten, schreibt eine Unternehmenssprecherin.
20:14 Uhr - Die Feuerwehr Hannover bereitet sich vor
Die Feuerwehr Hannover postet auf Instagram, dass sie sich auf das angekündigte #sturmtief "Elli" vorbereitet. Unter dem Hashtag #einsatzfürhannover versichern die Einsatzkräfte, sie würden das tun, um "jederzeit für euch da sein zu können!". Und dann ist da noch die Bitte: "Gebt auf euch acht."
18:01 Uhr - Lies appelliert an Arbeitgeber
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat sich angesichts der zu erwartenden extremen Wetterlage an die Bevölkerung gewandt. "Seien Sie vorsichtig, nehmen Sie Rücksicht auf andere und unterstützen Sie hilfsbedürftige Personen", heißt es in einem Statement. Darüber hinaus wirbt Lies bei Arbeitgebern um Verständnis dafür, wenn Beschäftigte aufgrund von Unterrichtsausfall kurzfristig in der Kinderbetreuung gefordert seien oder sich um ältere Angehörige kümmern müssten. Die Mitteilung wurde im Internet unter anderem auf dem Notfall-Monitor des Landes veröffentlicht. Auf der Seite werden in Extremsituationen gebündelt Informationen zu Lage in Niedersachsen bereitgestellt.
18:01 Uhr - Busverkehr in Uelzen und Lüchow-Dannenberg eingestellt
Die Busse in Uelzen bleiben seit 14 Uhr in den Depots. Wie der Landkreis mitteilte, wird der regionale ÖPNV auch am Freitag komplett eingestellt. Auch im Landkreis Lüchow-Dannenberg ruht heute der Linienbusverkehr seit 15 Uhr.
18:01 Uhr - Hannover hebt Streusalzverbot vorübergehend auf
Angesichts der Wetterlage hat die Stadt Hannover per Allgemeinverfügung das grundsätzliche Verbot von Streusalz aufgehoben. Wie die Stadt mitteilte, darf ab Freitag, 0 Uhr, auch auf privaten Grundstücken und auf Gehwegen vor Häusern gestreut werden. Die zeitlich beschränkte Befreiung vom Salzverbot gilt demnach zunächst bis zum 23. Januar.
16:25 Uhr - Schulen in Niedersachsen für regulären Betrieb geschlossen
Wegen Schnee und Glätte bleiben die Schulen in Niedersachsen am Freitag für den regulären Schulbetrieb geschlossen. Während es an einigen Schulen Distanzunterricht geben soll, fällt der Unterricht an anderen ganz aus. Das geht aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen und Mitteilungen der Landkreise und Städte hervor.
15:45 Uhr - VW zieht Ruhetag vor
Bei VW in Emden stehen am Freitag die Bänder still: Das Werk zieht einen eigentlich für Ende Januar geplanten Ruhetag aufgrund der Wetterlage vor. Einem Sprecher zufolge befürchtet der Konzern Auswirkungen auf Mitarbeiter und Lieferketten. Das hatte zuerst die "Nordwest-Zeitung" berichtet. In anderen Volkswagen-Werken soll die Produktion unvermindert weiterlaufen.
15:43 Uhr - Homeoffice wegen Schnee? Diese Regeln gelten für Beschäftigte
Der Schneesturm wird am Freitag viele Berufspendler treffen. Beschäftigte sollten vorher mit dem Arbeitgeber sprechen, um am Ende keine Probleme zu bekommen. Denn das Arbeitsrecht ist hier eindeutig: Beschäftigte sind selbst dafür verantwortlich, pünktlich zu erscheinen. Juristen sprechen vom sogenannten Wegerisiko. Daran ändern auch Verspätungen bei Bus und Bahn nichts.
20:45 Uhr - DWD-Meteorologe erläutert die bevorstehende Unwettersituation
Sturmtief "Elli" hat ganz Deutschland im Griff. In Niedersachsen und dem Norden Deutschlands besteht vor allem in der Nacht Gefahr vor starken Schneeverwehungen. DWD-Meteorologe Fabian Chow erläutert in einem kurzen Video die Situation:
15:34 Uhr - Krankenhäuser erwarten wegen "Elli" mehr Andrang in den Notaufnahmen
Die Krankenhäuser in Niedersachsen erwarten vor allem Verletzungen und Brüche - und stocken teilweise das Personal auf. Die Asklepios Harzklinik Goslar etwa lagert vorsorglich mehr Platten und Schrauben in ihren OP-Sälen, um Patienten schnell versorgen zu können. Kliniken in Lüneburg und Seesen verschieben vorsorglich zeitunkritische Operationen, um Kapazitäten freizuhalten. Insgesamt erwarten die Krankenhäuser mehr Andrang in den Notaufnahmen.
15:22 Uhr - Flughäfen bereiten sich auf Wintersturm vor
Die Flughäfen im Nordwesten bereiten sich ebenfalls auf Sturmtief "Elli" vor. Inwieweit der Flugbetrieb am Wochenende durch die Wetterlage beeinträchtigt wird, ist derzeit aber noch unklar. Entscheidend dafür sind nach Auskunft einer Sprecherin des Flughafens Hannover nicht nur die Bedingungen vor Ort, sondern auch an den anderen Flughäfen. In Hannover ist der Winterdienst bereits seit einigen Wochen im Einsatz. Dabei können auf der Start- und Landebahn bis zu acht Kehrblasgeräte gleichzeitig eingesetzt werden, auf dem ganzen Gelände kommen noch Traktoren, Schneefräsen und kleine Kehrmaschinen zum Einsatz. Sechs Enteisungsfahrzeuge stehen in Hannover außerdem bereit. Am Bremer Flughafen stehen 19 Räumfahrzeuge zur Verfügung. Der Stromausfall, der am Donnerstagmorgen vor allem die Starts beeinträchtigt hatte, ist inzwischen behoben.
14:46 Uhr - Warnungen vor nicht sicheren Eisflächen
Der Landkreis Diepholz warnt vor dem Betreten von Eisflächen "Seen, Flüssen und Bächen", wie er heute mitteilte. Die Tourist Information Dümmer-See warnt zudem davor, den See zu betreten. Das Betreten sei zwar grundsätzlich auf eigene Gefahr, aber auch wegen des Schnees ist der Dümmer "noch lange nicht sicher zum Betreten", wie die Tourist Information dem NDR Niedersachsen mitteilte. Auch in Hannover sollen Eisflächen wie der Maschsee nicht betreten werden.
14:04 Uhr - Verband fordert verstärkte Hilfen für Obdachlose
Angesichts der anhaltenden Kälte appelliert der Paritätische Niedersachsen an Kommunen, die Hilfen für wohnungslose Menschen kurzfristig auszuweiten. Es brauche verlässliche Schutzangebote vor Ort, wie Notunterkünfte, Nachtcafés, Kältebusse und Wärmestuben. Aber auch jeder Einzelne könne helfen: "Jetzt kommt es darauf an, dass niemand wegschaut. Jede Begegnung kann Leben retten: Menschen ansprechen, Hilfe anbieten und bei gesundheitlichen Warnzeichen sofort den Notruf wählen", schreibt der Verband in einer Mitteilung.
13:55 Uhr - Eisschollen behindern Fährverkehr auf der Elbe
Wegen Eisschollen auf der Elbe hat die Fähre zwischen Bleckede und Neu Bleckede (Landkreis Lüneburg) ihren Betrieb eingestellt. Über den aktuellen Stand informiert die Reederei auf ihrer Internetseite. Auch die Elbfähre "Westprignitz" zwischen Pevestorf (Landkreis Lüchow-Dannenberg) und Lenzen (Brandenburg) fällt heute ab 16 Uhr bis auf Weiteres aus. Die Elbfähre "Tanja" dagegen fährt heute. Auch zwischen Glückstadt (Schleswig-Holstein) und Wischhafen (Landkreis Stade) wird der Fährbetrieb heute fortgesetzt. Dort kommt es allerdings morgen und übermorgen wegen Niedrigwassers zu Einschränkungen. Die Weserfähren fahren bis auf Weiteres ohne Einschränkungen.
13:46 Uhr - DWD gibt Unwetterwarnung für Niedersachsen raus
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für nördliche Teile Niedersachsens am Freitag vor unwetterartigen Schneeverwehungen. "Es treten bei den vorherrschenden Windverhältnissen aufgrund der Neuschneemenge starke Schneeverwehungen auf", teilten die Wetterexperten mit. Zudem werde es verbreitet glatt und es bestehe Gefahr für Leib und Leben durch eine stark erhöhte Schneedecke bis hin zu blockierten Verkehrswegen, teilte der DWD mit. Entsprechende Unwetterwarnungen (Warnstufe 3 von 4) gelten demnach - Stand Donnerstagmittag - von Freitag 4 Uhr beziehungsweise 7 Uhr bis Samstagfrüh für folgende Teile oder gesamte Landkreise:
- Landkreis Aurich
- Landkreis Wittmund
- Landkreis Friesland
- Stadt Wilhelmshaven
- Landkreis Wesermarsch
- Landkreis Cuxhaven
- Landkreis Osterholz
- Landkreis Rotenburg (Wümme)
- Landkreis Harburg
- Landkreis Stade
- Landkreis Lüneburg
- Landkreis Uelzen
- Stadt Bremerhaven
14:26 Uhr - Zugausfälle und Verspätungen in Niedersachsen
Sowohl die Deutsche Bahn als auch die Nordwestbahn warnen wegen starken Schneefalls, Sturmböen und überfrierender Nässe vor Zugausfällen und Beeinträchtigungen auf Niedersachsens Schienen. Wegen des Wetters könne zudem auch keine Bei Ausfällen kein zeitnaher Ersatzverkehr mit Bussen gewährleistet werden. Die Deutsche Bahn (DB) reduziert eigenen Angaben zufolge ab heute vorsorglich den Fernverkehr im Norden und Nordosten Deutschlands. Betroffen sei davon unter anderem Züge nach Norddeich, so ein Sprecher gegenüber dem NDR. Zugtickets für den Fernverkehr für die Zeit von heute bis zum 10. Januar können laut der Bahn zudem für eine spätere Fahrt verwendet werden.
14:26 Uhr - Schneeschieber und Streugut werden in Baumärkten knapp
Straßen streuen, Hügel herunterrodeln und Schnee schieben: Winterequipment wird in Baumärkten aktuell groß nachgefragt. In der Region Lüneburg sind die Regale einiger Geschäfte schon so gut wie leer.
12:32 Uhr - Weitere Landkreise und Städte kündigen Ausfall von Präsenzunterricht an
So wird es heute unter anderem in den Landkreisen Aurich, Leer und Ammerland keine Schule geben. Aber auch in Emden und Wilhelmshaven fällt der Präsenzunterricht an den allgemein- und berufsbildenden Schulen aus. Morgen kommen dann unter anderem die Landkreise Oldenburg, Helmstedt, Emsland und Stade hinzu. Auch in Bremen und Hamburg fällt der Präsenzunterricht morgen aus. Weitere Informationen zu den wetterbedingten Schulausfällen erfahren Sie auf dieser Seite.
11:51 Uhr - MHH ruft Menschen zur Vorsicht auf
"Passt auf euch auf! Wir wollen euch hier nicht sehen", heißt es in dem Post der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) auf Instagram. In der zentralen Notaufnahme sei es mit Blick auf die Wetterlage noch verhältnismäßig ruhig - "und wir möchten, dass das so bleibt", schreibt die MHH weiter.
11:46 Uhr - Schnee und Eis bremsen Verkehr in Niedersachsen aus
Glatteis und Schnee haben bereits heute in Niedersachsen gravierende Folgen für den Verkehr. So fallen die S-Bahnen aus und die Deutsche Bahn (DB) schränkt den Fernverkehr ein. Mehr Schnee wird erwartet. Landesweit kam es wegen glatter Straßen schon zu Unfällen. Im Landkreis Osnabrück ist etwa am frühen Morgen ein junger Mann ums Leben gekommen - vermutlich wegen glatter Fahrbahn.
11:39 Uhr - Peine, Stade und Celle: Kein Präsenzunterricht am Freitag
Auch in diesen Landkreisen findet am Freitag kein Präsenzunterricht statt. In weiteren Landkreisen in Niedersachsen fällt an den allgemein- und berufsbildenden Schulen schon heute der Präsenzunterricht aus.
11:30 Uhr - Oldenburg, Wesermarsch: Weitere Landkreise kündigen Schulausfall für Freitag an
Neben den Landkreisen, in denen bereits heute der Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen ausfällt, haben für morgen der Landkreis Wesermarsch, die Stadt und Oldenburg und die Stadt Bremerhaven den Präsenzunterricht abgesagt.
10:32 Uhr - Wetterexperte erwartet heftige Schneefälle in der Nacht
Ab heute Abend soll in Niedersachsen starker Schneefall einsetzen, besonders ab der zweiten Nachthälfte. So prognostiziert es Wetterexperte Martin Gudd vom ARD Wetterkompetenzzentrum im Interview mit dem NDR Niedersachsen. So heftig wie im Winter 1978/79 soll es zwar nicht werden, sagt der Meteorologe. Aber Freitagvormittag könnten mancherorts bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Noch deutlich höher könne es dort werden, wo es Schneeverwehungen gibt. Und in der kommenden Woche folgt laut Gudd "ein Paukenschlag".
10:25 Uhr - Wer muss den Gehweg räumen - und welche Strafen drohen?
Hausbesitzer müssen bei Schnee und Glatteis den Gehweg räumen. An öffentlichen Straßen sind die Kommunen dafür verantwortlich. Wenn nicht geräumt wird, kann es in einigen Bundesländern teuer werden - in Hamburg kann das bis zu 50.000 Euro kosten, in Niedersachsen wird das Nicht-Räumen dagegen nicht geahndet.
09:23 Uhr - Schulausfälle in vielen Landkreisen
Im Nordwesten Niedersachsens hat es bereits gestern erneut geschneit. Weil viele Landkreise die Sicherheit auf dem Schulweg nicht gewährleistet sehen, haben sie den Präsenzunterricht an den Schulen abgesagt. Das gilt sowohl für heute als auch morgen. Auch die Landkreise Schaumburg und Lüchow-Dannenberg haben den Präsenzunterricht abgesagt. Auf dieser Seite halten wir Sie auf dem Laufenden, wo in Niedersachsen die Schule ausfällt:
09:23 Uhr - Liveticker startet für Niedersachsen
An dieser Stelle informieren wir Sie per Liveticker über die Auswirkungen des Winterwetters und des heftigen Schneefalls in Niedersachsen. Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:
Schleswig-Holstein: Schnee-Sturmtief "Elli": Wo am Freitag in SH die Schule ausfällt

Viel Neuschnee und ein stürmischer Wind: Dieses Wetter erwartet Schleswig-Holstein am Freitag. Das Bildungsministerium hat daher für mehrere Kreise einen Schulausfall angekündigt.
Sturmtief "Elli" bringt am Freitag bis zu 15 Zentimeter Neuschnee und Schneeverwehungen nach Schleswig-Holstein. Innenministerin Magdalena Finke (CDU) appellierte an die Bevölkerung, nicht notwendige Termine zu verschieben und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Das Bildungsministerium des Landes zog nun nach.
Für Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in folgenden Kreisen findet heute kein Unterricht statt:
- Dithmarschen
- Herzogtum Lauenburg
- Nordfriesland
- Pinneberg
- Rendsburg-Eckernförde
- Schleswig-Flensburg
- Stormarn
- Steinburg
- Segeberg
Distanzunterricht an berufsbildenden Schulen möglich
An Förderzentren soll landesweit der Unterricht ausfallen. Berufsbildende Schulen könnten Distanzunterricht anbieten, dies würden die Schulen entscheiden. "Unabhängig davon können Eltern im Einzelfall selbst entscheiden, ob der Schulweg für ihre Kinder sicher und zumutbar ist", teilte Staatssekretär Tobias von der Heide (CDU) am Abend mit.
An den von Schließungen betroffenen Schulen ist nach Angaben des Bildungsministeriums für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 eine Notbetreuung sichergestellt. Bei Unsicherheit, ob die eigene Schule betroffen ist, können sich Eltern jederzeit über die Hotline des Bildungsministeriums informieren (0800 1827271).
Auch in Hamburg, Niedersachsen und Bremen fällt der Unterricht am Freitag aus.
Schulausfall auf Amrum und Föhr
Auf Amrum und Föhr (Kreis Nordfriesland) ist bereits am Donnerstag die Schule ausgefallen. Der Linienbusverkehr auf beiden Inseln wurde eingestellt, daher sei ein gesicherter Schulweg nicht möglich gewesen, teilte das Amt Föhr-Amrum mit. Betroffen von dem Ausfall waren die Eilun Feer Skuul und die Rüm-Hart-Schule in Wyk sowie die Grundschule Föhr-Land und die Öömrang Skuul auf Amrum (alle Kreis Nordfriesland). An diesen Schulen wurde jedoch eine Notbetreuung geboten.

